Kärntner Musikschulwesen wird weiter ausgebaut

LH Haider präsentierte Kulturbericht des Landes Kärnten 2001

Klagenfurt (LPD) - Positive Bilanz zog heute Landeshauptmann Jörg Haider anlässlich der Präsentation des Kulturberichtes des Landes Kärnten 2001. Der Kulturreferent strich dabei den Schwerpunkt Musikschulwesen heraus, das in den vergangenen beiden Jahren massiv ausgebaut worden ist. "Bundesweit ist der Kulturbereich von einem Sparkurs betroffen, doch in Kärnten ist dies nicht der Fall", so Haider, der für die Kultur eine Budgetaufstockung von 16,7 Mio. Euro im Jahr 1999 auf 19,3 Mio. Euro im heurigen Jahr nannte.

Im Budget 2003 ist u.a. eine Ausweitung der Dienstposten für Musikschullehrer vorgesehen, da es seit dem Jahr 1999 im Musikschulwesen einen Anstieg von rund 2000 Schülern gegeben hat. Nach einer Bedarfserhebung werden 15 bis 20 neue Lehrer dazukommen, besonders im ländlichen Raum, z.B. im Gurktal, besteht nämlich ein großer Zustrom von jungen Musikinteressierten. "Es freut mich, wenn die Jugendlichen ihre Freizeit so positiv gestalten wollen. Eine Investition darin ist in jedem Fall sinnvoller, als später Reparaturaktivitäten setzen zu müssen, wie z.B. in der Drogenbekämpfung", sagte der Landeshauptmann.

Unterstützung findet der Ausbau des Musikschulwesens in der landeseigenen Hypo-Alpe-Adria-Bank, die rund 800 000 Euro dafür beisteuert. "Die benötigte Infrastruktur sollte von den Gemeinden zur Verfügung gestellt werden", so LH Haider, der sich eine positive Entwicklung für das Musikschulwesen erwartet, das nach der Trennung vom Landeskonservatorium eigene Schwerpunkte setzen kann. Seit Juli 2001 fungiert Mag. Barbara Ladstätter als interimistische Leiterin im Musikschulwerk, das sich mit einer eigenen Zeitschrift und einem Gesamtkonzert auf der Burgruine Finkenstein bereits sehr erfolgreich präsentiert hat. Das Gesamtkonzert soll laut LH Haider zu einer ständigen Einrichtung werden und künftig im Landestheater stattfinden. Als weiteres Anliegen nannte der Landeshauptmann eine Ausweitung der Kärntner Schulchöre, da nur 48 Prozent der Schulen einen eigenen Chor haben.

Zu den kulturellen Aktivitäten des heurigen Jahres meinte LH Haider, dass Kärnten sehr gut unterwegs ist. Er strich die Etablierung Klagenfurts als Musicalstandort hervor, wo mit "FMA -Falco meets Amadeus" gerade großartige Erfolge gefeiert werden, die auch durchwegs auf positive Kritik stoßen. "Doch auch andere Kulturinitiativen sollen stärker präsentiert werden, besonders die "Musikwochen Millstatt" sollen einen Schwerpunkt bilden", kündigte Haider an, der den nächstjährigen Kultursommer in Millstatt eröffnen möchte. Als weitere Projekte nannte der Landeshauptmann die "Kulturspange Spittal-Millstatt-Gmünd", die "Wörthersee-Classic", bei denen die Komponisten Berg, Wolf, Webern, Mahler und Brahms im Mittelpunkt standen, die "Neue Bühne Villach", die mit Thomas Bernhards "Theatermacher" erfolgreich aus der Taufe gehoben worden ist und die Kärntner Landesgalerie, für die ein neues Depot geschaffen werden soll. "Mit rund 5000 Werken hat das Land einen unschätzbaren Reichtum an Kunst angesammelt", sagte Haider, der Kärntner Künstlern die Möglichkeit bieten will, ihre Werke in einem angemessenen Rahmen der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Der Kulturbericht 2001 beinhaltet auf 79 Seiten ein breites Spektrum von Musik, über Kultursommer, bis hin zu Gemälden und Kulturdenkmälern. "Wir wollten dem Landtag nicht nur eine Auflistung von Zahlen vorlegen, sondern einen Bericht in einem neuen Design erstellen", so Haider. Schwerpunkte im Bericht sind: Die Landesausstellung Friesach, die mit 245 000 Besuchern einen Rekord aufgestellt hat und heuer im Rahmen der Austellung "Die Spur des Einhorns" nachgenutzt wird; Das "Jahr der Volkskultur", in dessen Rahmen neue Förderrichtlinien für Brauchtum und Vereine gesetzt wurden; der Kärntner Kultursommer mit dem Staatsopernballett "Wolfgang Amadé" und dem Seebühnenerfolg "Evita"; die galerie.kärnten; das Landesarchiv; die Landesbibliothek; das Landesmuseum; ... Weiters beinhaltet der Bericht eine Auflistung der Förderungspreis-, Würdigungspreis, und Kulturpreisträger sowie eine detaillierte Darstellung der Förderungen und Ausgaben für Kultur im Jahr 2001.

Gestaltet und umgesetzt wurde der Bericht, den es heuer erstmals auch auf CD-Rom gibt, von der Abteilung 5 - Kultur, bei der er auch erhältlich ist. "Die Kulturabteilung soll unter der provisorischen Leitung von Erika Napetschnig neue Strukturen erhalten und positive Impulse setzen. Die Abteilung darf sich nicht wie in der Vergangenheit auf die Förderungsverwaltung beschränken", forderte Haider.

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151229 Jul 02

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