Faymann: Positives Ergebnis für 80 Prozent aller Gemeindemieter

Betriebskosten-Guthaben bringt durchschnittlich 102 Euro

Wien (OTS) - In der Mehrheit der Wohnhausanlagen der Gemeinde Wien sind die tatsächlichen Abrechnungen unter den Schätzungen und Kalkulationen gelegen. Wiener Wohnen versucht die Betriebskosten knapp zu kalkulieren, damit die MieterInnen nicht mit Nachzahlungen bei der Jahresabrechnung konfrontiert werden. Die Betriebskosten-Abrechnung für das Jahr 2001 stellt für 80 Prozent der Gemeindemietern ein positives Ergebnis dar. Für sie wird die August-Miete um jeweils durchschnittlich 102 Euro billiger, denn die Rückzahlung wird von der August-Miete abgezogen. 181.000 MieterInnen erhalten insgesamt 18,5 Millionen Euro. Übersteigt die Rückzahlung die Miete, dann wird das Geld direkt überwiesen bzw. ausgezahlt.

Ein Grund für die im Vergleich zu anderen Hausverwaltungen geringeren Betriebskosten als kalkuliert liegen in den erfolgreichen Verhandlungen von Wiener Wohnen mit den Versicherungen und Stromlieferanten für die verwalteten Wohnhäuser. Hier konnten Prämien- bzw. Tarifsenkungen erreicht werden, die an die Mieter weitergegeben wurden.****

"Bis Ende Juni müssen alle MieterInnen von ihrer Hausverwaltung die Betriebskosten-Jahresabrechnung erhalten haben. Leider kommt es immer wieder vor, dass Hausverwaltungen den Mietern zuviel verrechnen. Deshalb ist bei Verdacht eine Überprüfung der Betriebskostenabrechnung angebracht. Hier gilt das Motto "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser". Als Faustregel gilt: Überschreiten die Betriebskosten 1,50 Euro pro Quadratmeter wesentlich, dann ist eine Überprüfung immer empfehlenswert. Die Hausverwaltung hat den Mietern jedenfalls Einblick in die Rechnungen zu gewähren", erklärte Wohnbaustadtrat Werner Faymann.

Gemeinde-Hausabrechnungen auf CD-ROM

Wiener Wohnen, die Hausverwaltung von mehr als 220.000 Gemeindewohnungen in Wien, geht mit gutem Beispiel voran. Wie im Vorjahr wird auf Wunsch auch heuer wieder die "Betriebskosten-CD" zur Verfügung gestellt. Die CD-ROM enthält alle Betriebskosten-Belege des Wohnhauses und kann daheim in aller Ruhe studiert werden. Sie kann ab Juli beim jeweiligen Kundendienstzentrum von Wiener Wohnen bestellt werden.

"Transparenz und Offenheit zeichnen eine verantwortungsbewusste Hausverwaltung aus. Darüber hinaus aber auch eine sparsame und realistische Kalkulation der Akontozahlungen für Betriebskosten, damit es nicht zu unerwarteten Nachzahlungen kommt", so Faymann weiter.

Über alle Fragen zur Betriebskostenabrechnung geben Mietervereinigungen und das Mieterhilfetelefon 4000/8000 Auskunft. (Schluss) gmp

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151224 Jul 02

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