Initiative Sicherer Luftraum vorgestellt

Unterstützt von Industriellenvereinigung (IV), Wirtschaftskammer (WKÖ), Offiziersgesellschaft (ÖOG) und zahlreichen bekannten Persönlichkeiten. Qualifizierte, seriöse sicherheitspolitische Diskussion fördern - Homepage www.sichererluftraum.at online -weitere Aktivitäten geplant.

Wien (PDI) Mit einer Pressekonferenz wurde heute, Montag, die Initiative "Sicherer Luftraum" vorgestellt:

Die Initiative "Sicherer Luftraum" ist eine überparteiliche Plattform, die eine qualifizierte, seriöse und sachliche Diskussion über die Neubeschaffung von Abfangjägern fördern und bereichern will. Die Sicherheitsinteressen unseres Landes sind dabei genauso zu berücksichtigen wie Österreichs Wirtschaftsinteressen. Initiiert wurde "Sicherer Luftraum" aufgrund der Überzeugung von der staatspolitischen Notwendigkeit einer aktiven Komponente der Luftraumüberwachung. Unterstützt wird die Initiative von der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), der Industriellenvereinigung (IV) und der Österreichischen Offiziersgesellschaft (ÖOG). Der Initiative "Sicherer Luftraum" gehören namhafte Persönlichkeiten an, weitere Personen sollen in den kommenden Wochen für die Initiative gewonnen werden.

Initiator Silvan Fügenschuh: "Gerade in Fragen der Sicherheit wird oft vereinfachend argumentiert. Fragen der Sicherheit sind zu wichtig, um zum Thema populistischer Kampagnen gemacht zu werden. Die zeitgemäße Ausstattung des Bundesheers dient jedem Einzelnen. Sicherheit hat eben ihren Preis und sollte den Menschen in unserem Land etwas wert sein!"

Als erster Schritt ging am 27. Juni - noch vor der Typenentscheidung - der Webauftritt www.sichererluftraum.at online. Die Seite bietet umfassende Informationen: Zahlen, Daten, Fakten zu wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Aspekten des Abfangjäger-Ankaufs sowie Positionen von
Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben zum Thema.

IV: Innovation als große industriepolitische Perspektive

"Die Beschaffung der neuen Abfangjäger muss jetzt als Innovationshebel genützt werden. Das ist die große industriepolitische Perspektive!", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Dkfm. Lorenz Fritz. Und weiter: "In der Umsetzung stehen wir noch am Anfang. Es gilt daher, bereits angebahnte Gegengeschäfte vertraglich günstig zum Abschluss zu bringen und die Einhaltung zu überwachen Besonderes Augenmerk wird dabei auf Klein- und Mittelbetriebe, eine regionale Verteilung und besonders auf die Förderung der Technologiebereiche zu legen sein."

Es wird in den kommenden Vertragsverhandlungen darauf zu achten sein, dass für die österreichische Wirtschaft so wichtige Bereiche wie Informations- und Kommunikationstechnik, Life Sciences und Umwelt/Energie zum Zug kommen. Die regionale Verteilung der österreichischen Projektpartner-Firmen ist bei Eurofighter relativ gut gestreut: Der Großteil der bisher angesprochenen Firmen stammt aus Oberösterreich (23 Prozent), es folgen Steiermark (17 Prozent), Kärnten (16 Prozent) und Wien (13 Prozent).

"In den nächsten Monaten werden in Verhandlungen mit EADS Aufträge in der für die österreichische Industrie bestmöglichen Form konkretisiert werden müssen", so Fritz.

WKÖ: Arge Offset startet diese Woche

Die Arbeitsgemeinschaft Offset bewirbt und koordiniert die Gegengeschäftsaktivitäten die mit der Typenentscheidung zugunsten des EADS-Konsortiums zusammenhängen und stellt eine Kontakt- und Serviceplattform dar, die österreichische Unternehmen mit dem EADS-Konsortium zusammenführt. Die flächendeckende Erfassung des Bundesgebietes wird durch eine breite Streuung der Beteiligten erreicht: Neben der Wirtschaftskammer Österreich, den Landeskammern und den Bundessparten findet sich in der ARGE natürlich auch die Industriellenvereinigung mit ihren Landesgeschäftsstellen.

Ziel der ARGE ist es, die abzuschließenden Gegengeschäfte zu einem nachhaltigen Erfolg für die österreichische Wirtschaft zu machen. Die Hauptaufgaben der neu geschaffenen ARGE sind:

1. Drehscheibenfunktion:
2. Sicherstellung von Transparenz:
3. Wahrung der Wirtschaftsinteressen:

Die konkrete Servicetätigkeit der ARGE OFFSET umfasst:

  • Bewerbung der Offsetgeschäfte
  • Zusammenführen der Partner
  • Unterstützung bei Akquisition besonders (KMU)- und Evidenznehmen der Offerte und Abschlüsse (zentral für alle Bundesländer)

ÖOG: "Ohne Sicherheit ist alles nichts."

Für die Österreichische Offiziersgesellschaft (ÖOG) als sicherheitspolitisches Gewissen ist die Initiative "Sicherer Luftraum" ein ermutigendes Signal: Sie bietet die Möglichkeit, der Diskussion zu Substanz und Seriosität zu verhelfen.

Oberst Mag. Walter Feichtinger, Generalsekretär der ÖOG: "Die Sicherheit unseres Staates ist kein politisches Experimentierfeld. Risikobereitschaft und die Verfolgung ideologischer Wunschvorstellungen zu Lasten der Sicherheit der Bevölkerung lehnen wir ab. Ein Verzicht auf Abfangjäger in der derzeitigen Situation, die vor allem durch eine Unvorhersehbarkeit von Ereignissen geprägt ist, ist gegen die Interessen Österreichs."

"Die öffentliche Diskussion ist zur Zeit von einer irreführenden entweder/oder-Argumentation geprägt. Sie zeigt die Defizite im sicherheitspolitischen Denken in Österreich auf und führt im Ausland zu Verwunderung und Irritation und damit zu einem Glaubwürdigkeitsverlust für unser Land. Kein Argument kann darüber hinwegtäuschen, dass wir im europäischen Vergleich mit Abstand am wenigsten für unsere Sicherheit ausgeben.", so Feichtinger weiter. Es gehe um Österreichs Souveränitätserhalt und die Möglichkeit, die Bevölkerung zu schützen. Darüber hinaus können Abfangjäger ein wertvoller Beitrag zum europäischen Krisenmanagement sein.

Feichtinger abschließend in Anlehnung an ein bekanntes Zitat über den Frieden: "Denn Sicherheit ist nicht alles, aber ohne Sicherheit ist alles nichts."

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