Kuntzl zu Sex-Affäre: Was wusste die FPÖ-Spitze? - Riess-Passer hat Aufklärungsbedarf

Wien (SK) Für SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl ist der Grazer FPÖ-Sex-Skandal "nach der Affäre Gaugg und der Causa Stadler ein weiterer bezeichnender Mosaikstein im Sittenbild dieser Partei, die sich in ihrem Machtrausch über jeden politischen Anstand hinwegsetzt." Kuntzl forderte am Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ den sofortigen Rücktritt des betroffenen FPÖ-Politikers Spielberger und der in die Vertuschung involvierten Tourismus-Staatssekretärin Mares Rossmann. "Vor allem aber würde mich interessieren, inwieweit die FPÖ-Bundesspitze über diese unappetitliche Angelegenheit informiert war", betonte Kuntzl und erklärte: "FPÖ-Parteichefin Riess-Passer hat akuten Aufklärungsbedarf." ****

Kuntzl verwies auf einen heute erschienenen Artikel in der Tageszeitung "Salzburger Nachrichten", dem zu entnehmen ist, dass auch die Bundesspitze von den Vorgängen gewusst haben soll.

"Sexuelle Belästigung ist kein Kavaliersdelikt. Hier darf es keinen augenzwinkernden Kompromiss geben", sagte Kuntzl. Das bloße Abstellen des Grazer FPÖ-Politikers in die zweite Reihe sei daher "der reinste Hohn für die Betroffenen" und "ein Schlag ins Gesicht für alle Frauen, die jemals einer ähnlichen Situation ausgesetzt waren", so Kuntzl abschließend. (Schluss) up

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151207 Jul 02

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