KfV gibt Tipps zur Ferienreise

Längere Reisen mit dem Auto sollten geplant sein. Um die Reise richtig zu planen und zu gestalten gibt das KfV einige wichtige und brauchbare Tipps

Wien (OTS) - Viele Leute treten ihre wohlverdiente Urlaubsreise
mit dem Auto an. Die dafür notwendigen Reisevorbereitungen sowie die Routenplanung sollten nicht im letzten Moment erledigt werden. Hektik bricht aus, man vergisst leicht etwas einzupacken und ist während der Fahrt unkonzentriert. Um derartige Zwischenfälle zu vermeiden, geben Experten des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) Tipps für eine sichere Reise:

Auto-Check
- Beleuchtung: das Glas der Scheinwerfer säubern
- Reifen: Reifenprofil- und druck kontrollieren, Luftdruck dem Beladungszustand anpassen, Reserverad nicht vergessen!
- Scheiben: vorher säubern und eventuelle Wachs- oder Silikonrückstände mit geeigneten Mitteln entfernen, Scheibenwischerblätter prüfen!
- Flüssigkeitsstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen: Öl, Bremsflüssigkeit, Kühlwasser, Scheibenreinigungsflüssigkeit!

Richtiges Packen
- Schwere Gepäckstücke im Kofferraum ganz unten unterbringen, leichtere obenauf!
- Nicht bis über die Oberkante der Sitzbank beladen!
- Dachbeladung: maximale Belastbarkeiten von Dach und Lastenträger beachten und festzurren!
- Nach der Beladung unbedingt die Scheinwerfereinstellung überprüfen und gegebenenfalls neu einstellen (lassen)!
- Vorsicht vor Überladung des Wagens! Anderes Fahrverhalten ist notwendig: größeren Sicherheitsabstand einhalten und langsamer in die Kurven fahren!

Richtige Zeiteinteilung
- Reiseantritt nach Möglichkeit nicht für ein Wochenende planen -nach Möglichkeit antizyklisch (nicht im großen Urlauberstrom reisen)! - Nachtfahrer oder Tagfahrer? Reisezeit sollte danach gewählt werden! Wer nachtblind ist - keinesfalls in der Dunkelheit fahren!
- In den Reisezeitplan sollten Pausen, Übernachtungen und Staus eingeplant werden!
- Reise nicht unmittelbar nach Arbeitsschluss antreten - Hektik und Stress sollten vermieden werden!

Richtiges Reisen
- Genügend Getränke und Nahrung mitnehmen. Zu schweres Essen belastet den Magen und macht müde. Keinesfalls Alkohol konsumieren, auch nicht während einer Rast!
- Genügend Pausen einlegen: alle 2-3 Stunden Fahrt sollte wenigstens 10-15 Minuten gerastet werden!
- Die Rast aktiv gestalten und den Kreislauf mobilisieren - z. B. durch Turnübungen! Nicht im Wagen sitzen bleiben!
- Mit Kindern als Mitfahrer sollten öfters Pausen eingelegt werden, da Kinder einen größeren Bewegungsdrang haben, als Erwachsene!
- Spielzeug für Kinder nicht vergessen!
- Auto im Schatten parken bzw. Sonnenblenden verwenden. So vermeidet man ein "brennend" heißes Lenkrad und einen aufgeheizten Schalthebel! - Beifahrer soll den Fahrer unterstützen. Schläft der Beifahrer, ist der Fahrer um so mehr gefährdet, selbst einzuschlafen!

Im Falle eines Staus

Trotz richtiger Reisevorbereitungen kann es passieren, dass man in einer Stauzone landet.

"Bewahren Sie auch bei zähem Kolonnenverkehr einen kühlen Kopf und lassen Sie sich nicht von anderen Verkehrsteilnehmern provozieren. Aggressives Drängeln bringt keine Zeitersparnis", rät Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

Das KfV wünscht eine gute und sichere Fahrt sowie einen erholsamen Urlaub!

Die Unfallbilanz der Vorwoche: 23 Todesopfer im Straßenverkehr während der vergangenen Woche, davon 8 am Wochenende
Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 8 Pkw-Insassen (davon 6 Lenker), 3 Lkw-Lenker, 5 Motorrad-Lenker, 1 Moped-Lenker, 4 Radfahrer und 2 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten nichtangepasste Fahrgeschwindigkeit (9), Überholen (4), Vorrangverletzung (3), Unachtsamkeit (2) und Übermüdung (1) festgestellt werden. Bei drei Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. 2 Fußgänger und 2 Radfahrer kamen durch Fremdverschulden ums Leben. Alkoholisierung war bei drei Verkehrsunfällen Mitursache. 6 der 22 Verkehrsunfälle waren sogenannte Alleinunfälle. 1 tödlich verletzter Fahrzeuginsasse war nicht angegurtet. 1 Fahrzeuglenker hatte keine Lenkberechtigung.
Vom 1. Jänner bis zum 14. Juli dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 441 Verkehrstote (30-Tages-Fristabgrenzung berücksichtigt bis Ende Mai), im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 469 Menschen tödlich.

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151145 Jul 02

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