Niedrige Verwaltungskosten der Gebietskrankenkassen sollten Vorbild für Gewerbliche sein

Wien (SK) "Krankenversicherungsträger mit einem bundesweiten zentralistischen Verwaltungsapparat haben die doppelten Verwaltungskosten und mehr", stellt der Vertreter des SPÖ-Wirtschaftsverbandes im Präsidium des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, Wolfgang Schimböck, fest und erteilt allen Zentralisierungsbestrebungen in der sozialen Krankenversicherung eine klare Absage. Eindrucksvoll wird diese Aussage von der vorliegenden vorläufigen Erfolgsrechnung der Krankenkassen für 2001 untermauert:
Während die Gebietskrankenkassen in den Bundesländern mit einem Verwaltungsaufwand von durchschnittlich 3,55 Prozent, die Oberösterreichische GKK sogar mit 3,40 Prozent, das Auslangen finden, seien die bundesweit tätigen Krankenversicherer der Bauern mit 8,9 und des Gewerbes mit 7,79 Prozent Verwaltungsaufwand "Kostenkaiser" informierte Schimböck. ****

Die gerne strapazierte Argumentation, Selbstbehalte, wie sie die Gewerbeversicherung kennt, verursachen weiteren Verwaltungsaufwand, will Schimböck nicht gelten lassen. Das könne für jeden nachvollziehbar mit den höheren Aufwendungen, die bei den Gebietskrankenkassen u. a. für die Betreuung arbeitsloser Versicherter und die Einhebung von Ambulanzgebühren, wie sie die Gewerbeversicherung nicht kennt, gegengerechnet werden.

Handlungsbedarf sieht Schimböck für die Wirtschaftskammer, die bisher ein Krankenversicherungssystem für ihre Mitglieder hingenommen hat, das bei den Verwaltungskosten und beim Beitragssatz, der 8,9 Prozent gegenüber einem GKK-versicherten Angestellten mit 6,9 Prozent zu den Spitzenreitern gehört. Dazu kommt bei den Selbständigen noch ein Selbstbehalt von 20 Prozent. Ein Konzept von Wirtschaftskammer und Hauptverbandsgeschäftsführung, wie die Gewerbeversicherung nach dem Vorbild der Gebietskrankenkassen die niedrigen Verwaltungskosten und Beitragssätze erreichen soll, sei daher überfällig. (Schluss) se

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151118 Jul 02

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