Wiener Grüne/Spekulationsfall 18: Der Goethe-Hof für Mautner Markhof

David Ellensohn: "Ich frage mich, was denn noch alles verkauft werden soll?"

Wien (Grüne) - "407.000 Euro für den Goethe-Hof im 12. Bezirk. Kein schlechtes Geschäft", gratuliert David Ellensohn, Wohnbausprecher der Wiener Grünen, dem neuen Eigentümer. Das Städtische Wohnhaus Aichholzgasse 50 (Ratschkygasse 39) wurde von der Stadt Wien am 25. Jänner 1929 erworben, im Vorjahr ging der Goethe-Hof an die "Franz Josef Mautner Markhof OEG" über. Die Käuferin nahm daraufhin eine Höchstbetrags-Hypothek über 540.685 Euro für dieses Grundstück auf.

Die Eckdaten des Meidlinger Goethe-Hofs: 514 m² Grundstücksfläche, Erdgeschoß plus 4 Etagen, Dachbodenausbau noch nicht erfolgt. Das ganze gab's in ansehnlichem Zustand schon für 406.967 Euro. Die "Franz Josef Mautner Markhof OEG" konnte schon im Zuge des Verkaufs des Städtischen Wohnhauses in der Rasumofskygasse 2 im 3. Bezirk einen netten Gewinn durch den Weiterverkauf einer einzigen Eigentumswohnung einfahren.

Die Wiener Grünen fragen sich, warum Wiener Wohnen überhaupt ein schönes, großes Städtisches Wohnhaus verkauft, das inmitten von anderen Gemeindebauten liegt? Laut Ellensohn, hätte das Objekt problemlos von einem anderen Hausbesorger oder einer Hausbesorgerin der Stadt Wien mitbetreut werden können. "Was wird Herr Faymann noch alles verkaufen", fragt sich demnach der Grüne Gemeinderat. "Oder war der Goethe-Hof der Testlauf um andere Höfe ab zu verkaufen?"

Die "Franz Josef Mautner Markhof OEG" hat sich den MieterInnen gegenüber bisher fair verhalten, zumindest sind bei den Grünen noch keine Beschwerden eingetroffen. Dennoch ist eines fix, wie Gemeinderat Ellensohn abschließend festhält: "Die Gemeindewohnungen in diesem Hof sind für immer weg. Die Mieten werden auch in diesem Haus ansteigen. Neue Mieter und Mieterinnen werden dafür sorgen müssen, dass sich das Investment der ‚Franz Josef Mautner Markhof OEG' lohnt."

Die Vorgänge rund um die dilettantischen Verkäufe von Städtischen Wohnhäusern durch SP-Stadtrat Werner Faymann müssen aufgedeckt werden. Die Grünen haben das Kontrollamt eingeschaltet.

Genaue Daten und Fotos zu allen Spekulationshäusern finden Sie auf wien.gruene.at

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151112 Jul 02

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