Naturdenkmäler - eine Reise in die Vergangenheit

Mit offenen Augen durch die Stadt

Wien (OTS) - Wiener Naturdenkmäler sind fast überall in der Stadt zu finden, zum Beispiel an den vielen historischen Plätzen, in Vorgärten, in Innenhöfen und den großen Parkanlagen mitten in der Stadt. Auch in den Gärten rund um die Schlösser aus der Kaiserzeit, auf Friedhöfen oder weit draußen in den Grüngebieten am Stadtrand kann man sie erblicken. Insgesamt gibt es in Wien 434 Naturdenkmäler zu entdecken.****

Wiens ältestes noch vorhandenes Naturdenkmal ist die sogenannte "Tausendjährige Eibe" am Rennweg 12 (3. Bezirk). Der Überlieferung nach ist sie der Rest eines uralten Eibenhaines aus der Römerzeit. Sie wurde bereits 1936 gesetzlich unter Schutz gestellt.

Noch bis in die 20er Jahre wurde auf der Antonshöhe im Maurerwald (23. Bezirk) Bergbau betrieben. Schotter wurde gefördert und im Straßenbau verwendet. Nach einer Sprengung im Jahr 1924 wurden zwei menschliche Skelette, Tierknochen und Scherben prähistorischer Gefäße entdeckt. Weitere Grabungen führten in viele Meter tiefe Schächte und Stollen. Für die Archäologen war eines bald klar: Ein Bergwerk aus dem Neolithikum wurde. Hier haben Mensche aus der jüngeren Steinzeit nach Feuersteinen geschürft.

"Viele dieser natürlichen Denkmäler sind Zeugen einer völlig anderen Epoche. Die Geschichten rund um diese 'Zeitzeugen' gewähren uns Einblicke in längst vergangene Zeiten", so Umweltstadträtin Isabella Kossina.

Ein Tipp: Wer mit offenen Augen durch die Stadt spaziert, kann Naturdenkmäler, die mit kleinen, rotweißen Tafeln der Umweltschutzabteilung gekennzeichnet sind, leicht erkennen.

Wer wissen will, wo welche Naturdenkmäler stehen, kann bei der Wiener Umwelt-Hotline der MA 22 unter 4000/8022 ein Verzeichnis dieser "Denkmäler" kostenlos bestellen.

Allgemeine Informationen:
o Naturdenkmäler: http://www.wien.gv.at/ma22/naturdm.htm
(Schluss) vit

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