Austria Bio Garantie: Fehlmeldung im "Format"

Keine Zertifizierung des ungarischen Weizens durch ABG; ABG hat ungarischen Import gesperrt und damit falsche Deklarierung der Ware aufgedeckt

Wien (OTS) - Die Vorausmeldung für das morgen erscheinende
"Format" wird von der österreichischen Kontrollfirma Austria Bio Garantie (ABG) dementiert. "Es gab keine Zertifizierung des ungarischen Weizens durch die ABG", stellte ABG-Geschäftsführer DI Hans Matzenberger richtig. "Vielmehr wurde der aus Ungarn importierte Weizen nach Kontrollen durch die ABG gesperrt. Diese Sperre wurde auch nicht aufgehoben, da die Kontrollore der ABG nach ihren Recherchen die Ware eindeutig als Weizen aus konventioneller Landwirtschaft einstufen konnten. Dies wurde umgehend den zuständigen Behörden sowie der privaten Kontrollstelle des Abnehmers, der SGS Austria, mitgeteilt. Die falsche Deklarierung des Weizens wurde daher durch die Recherchen der ABG aufgedeckt, und nicht durch die im Kundenauftrag arbeitende Kontrollstelle SGS."

Zum Hergang im Detail:

Im November 2001 kam über einen österreichischen Importeur, der von der akkreditierten Kontrollstelle Pfannhauser kontrolliert wird, angeblicher Bioweizen nach Österreich. Die Kontrollstelle des Importeurs muss gemäß EU-Bioverordnung diese Importe kontrollieren und danach freigeben. Diejenigen Betriebe, die der Kontrolle der ABG unterliegen, haben daher eine von der Fa. Pfannhauser bereits freigegebene Ware übernommen!

Die ABG hat daher die Ware nicht zertifiziert, sondern gemäß der einschlägigen Bestimmungen (EU-Bioverordnung) auf Basis der vom Importeur und der Kontrollstelle Pfannhauser vorgelegten Dokumente die Konformität der Ware bestätigt.

Nach Recherchen der ABG und als Folge der intensiven Zusammenarbeit mit der ungarischen Kontrollstelle Biocontroll Hungaria kamen allerdings kurz danach Zweifel über den tatsächlichen Biostatus der Ware auf. Die ABG informierte die Käufer der Ware über deren zweifelhaften Status; der Weizen wurde im Sperrlager gelagert. Auch die Kontrollstelle SGS wurde davon informiert, da der Weizen für einen ihrer Kunden bestimmt war.

Obwohl die Kontrollstelle Pfannhauser mehrfach Gutachten bzw. Zertifikate vorlegte, reichten diese nicht aus, um die Sperre aufzuheben. Auf Basis der Recherchen von ABG und Biokontroll Hungaria wurde die Ware eindeutig als konventionelle Ware eingestuft. Die ABG hat unmittelbar nach Vorliegen dieser Erkenntnisse die zuständigen Behörden informiert und Anzeige erstattet.

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DI Ronald Hamedl, ABG, Tel: 0664-4131454

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