ÖGB-Schmölz zu Grasser: Schluss mit laufender Verunsicherung der Älteren

Wertschöpfungsabgabe statt Aushöhlung des staatlichen Pensionssystems

Wien (ÖGB). Als Hohn gegenüber den älteren Menschen bezeichnet der Vorsitzende der ÖGB-PensionistInnen Johann Schmölz die Vorstöße von Finanzminister Karl-Heinz Grasser in Richtung weiterer Einschnitte bei den Pensionen. Grasser hat sich gestern Abend bei einer Veranstaltung neuerlich für eine Freigabe des Pensionsantrittsalters ausgesprochen und weitere Einsparungen bei den Pensionen angekündigt. Schmölz dazu: "Für die Abfangjäger hat die Regierung das Geld, für die Pensionen dagegen nicht - weil der politische Wille dafür fehlt. Wir fordern die Regierung auf, umzudenken und unser solidarisches Pensionssystem durch die Umstellung auf die Wertschöpfungsabgabe abzusichern anstatt die sozialen Sicherheit in unserem Land laufend auszuhöhlen".++++

Kritisch beurteilt Schmölz auch den Vorstoß nach einer gänzlichen Freigabe des Pensionsantrittsalters. "Der Vorschlag bedeutet noch stärkere Abschläge für jene, die aus gesundheitlichen Gründen nicht länger arbeiten können oder weil sie vom Arbeitgeber als zu alt befunden wurden." Nötig seien vielmehr Maßnahmen zur Schaffung einer altersgerechten Arbeitswelt.

Die ständigen Horrorszenarien, die Minister Grasser hinsichtlich der Finanzierbarkeit der Pensionen an die Wand male, würden immer mehr Menschen in die Hände der privaten Pensionsversicherungen treiben, erläutert Schmölz weiter. Dass diese nicht immer zum Vorteil der Versicherten arbeiteten, habe gerade die letzte Zeit deutlich gezeigt. "Allein zwischen September 2000 und März 2001 gab es nicht weniger als sechs internationale Versicherungszusammenbrüche. Die Versicherten hatten dabei das Nachsehen, das Geld war weg. Das staatliche Pensionssystem ist nicht nur das solidarischste, sondern auch das sicherste. Das Pensionssystem absichern anstatt abzubauen ist deshalb der richtige Weg", so Schmölz abschließend. (mfr)

ÖGB, 11. Juli 2002 Nr. 594

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