HAKL: UNIVERSITÄTSGESETZ SPRENGT FESSELN FÜR DIE FORSCHUNG

Wien, 11. Juli 2002 (ÖVP-PK) Heute wurden mit der Universitätsreform die Fesseln für die Forschung gesprengt! Das sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Abg. Mag. Karin Hakl anlässlich der Debatte über das Universitätsgesetz 2002. "Wir haben sehr gute Universitäten, einige österreichische Institute und Fakultäten genießen sogar Weltruf. Wir können es uns aber nicht leisten, die Hände in den Schoß zu legen, sondern müssen jede Chance zur Verbesserung wahrnehmen. Denn Forschung und Wissen sind die Grundmauern, auf denen wir in Zukunft unseren Wohlstand und unsere Arbeitsplätze bauen", so Hakl weiter. ****

"Viel Kreativität, viele Ideen, viel Innovation sind an unseren Universitäten in Kommissionen stecken geblieben. Gerade junge Wissenschafter wurden von Bürokratismus demotiviert. Jetzt endlich dürfen wieder die Wissenschafter ihre Universität nach eigenen Vorstellungen gestalten und tragen dafür auch Verantwortung. Viele Forscherpersönlichkeiten werden aus dem Ausland, in das sie frustriert abgewandert sind, zurückkehren", ist die Abgeordnete überzeugt.

Die klaren Entscheidungsstrukturen, die dieses Gesetz schaffe, werde für die Wissenschaft Freiraum statt Bürokratie bringen. Die Chancen, die sich für Forschung und Lehre ergeben, sollten von den geistigen Eliten in unseren Universitäten offensiv genützt werden. So werden die außerordentlichen Professoren erstmals selbständig Drittmittel einwerben können, wobei sie weiterhin ihr Fach eigenständig vertreten, Institutsvorstände werden und wie bisher forschen und lehren können. Hakl: "Ich hoffe, dass viele engagierte außerordentliche Professor/innen sich um ordentliche Professuren, von denen jetzt viele vorgezogen geschaffen werden, bewerben und die sich bietenden Chancen nützen."

"Die Studenten gewinnen durch die Unireform starke Instrumente für ihre eigentlichen Anliegen. So wie kein Lehrling die Meisterprüfung seines Meisters abnimmt, werden die Studierenden zwar richtigerweise in Zukunft die wissenschaftliche Qualifikation der Professoren nicht mehr beurteilen, aber dafür bestimmen sie die Lehrpläne ihrer Studienrichtungen mit. Diese waren in der Vergangenheit viel zu oft danach ausgerichtet, ob Dozenten einer Beschäftigung bedurften, und viel zu wenig an den Bedürfnissen der Studenten orientiert. Erstmals wird die Beurteilung der Fähigkeiten der Universitätslehrer durch die Studenten auch Konsequenzen haben. Die Studenten werden damit erstmals als Partner ernst genommen", so die Abgeordnete weiter. Die Anzahl der Prüfungstermine und Prüfungswiederholungen bleibt gleich und im Gesetz festgeschrieben.

"Die riesige Chance, die sich unseren Universitäten mit dieser Jahrhundertreform bietet, muss von allen Angehörigen der Universitäten offensiv genützt werden. Unsere Forscher und Wissenschafter sind bestens qualifiziert, um sich den neuen Herausforderungen zu stellen. Diese Unireform ist ein Meilenstein für die Zukunft unserer Universitäten und unserer Jugend", schloss Hakl. (Schluss)

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