SP-Muttonen: Filmbericht kann nur erster Schritt sein

Wien (SK) Erfreut zeigt sich SP-Kultursprecherin Christine Muttonen über die Tatsache, dass die VertreterInnen der Regierungsfraktionen aus ihrer "Erstarrung die österreichische Filmpolitik betreffend" endlich erwacht sein dürften: "Die SPÖ hat ihr Forderungspaket für den österreichischen Film bereits im Rahmen der Filmenquete präsentiert. Gestern haben wir einen Maßnahmenkatalog für den österreichischen Film in Form eines Antrages zur parlamentarischen Behandlung vorgelegt, um die Regierungsparteien endlich dazu zu bringen, sich mit der Materie ernsthaft auseinander zu setzen. Es ist lobenswert, dass ÖVP und FPÖ heute nun auch auf den Zug aufspringen und endlich etwas für den österreichischen Film tun wollen". ****

Fraglich sei nur, ob der plötzliche Aktivitätsschub der Regierungsfraktionen auch konstruktiv vorwärtsgerichtet sein werde:
die Erstellung eines Filmwirtschaftsberichtes sei ein wichtiger Schritt, aber "eben nur ein erster kleiner Schritt". Geeignetes Zahlenmaterial sei wesentlich, verbessere aber kurz- und mittelfristig nicht die katastrophale Situation, die die Filmschaffenden in Österreich seit Regierungsantritt von Blau-Schwarz vorfinden würden. "Ich kann mich nur noch einmal wiederholen: Wenn wir uns zum österreichischen zeitgenössischen Film als wichtiges Kulturgut bekennen, müssen wir ihm entsprechende Rahmenbedingungen schaffen und ihn auch ausreichend finanzieren. Brosamen werden hier zuwenig sein", sagte Muttonen in Anspielung auf die von Kunststaatssekretär Morak im Rahmen der Filmenquete angekündigte Erhöhung des Budgets für das österreichische Filminstitut um 2,18 Mio. Euro. "Um beim Bild von Michael Haneke zu bleiben: Wenn man die Kuh als Milchlieferanten geschlachtet hat, wird man auch keine Sahne mehr abschöpfen können", formulierte Muttonen abschließend. (Schluss) se/mp

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111406 Jul 02

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