Horn für Förderung von IT-Heimarbeitsplätzen

Kritik an "Lippenbekenntnissen der Wirtschaft"

Wien (SK) SPÖ-Abgeordneter Josef Horn appellierte am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst erneut an die Wirtschaft, IT-Heimarbeitsplätze zu fördern. "Bisher stoßen derartige Forderungen bei der österreichischen Wirtschaft auf taube Ohren", so Horn. "Auch das Angebot diverser Förderungsprogramme wie z.B. Equal, lockt die Firmen nicht hinter dem Ofen hervor, Teleworking anzubieten." ****

Ende Juni meldete der Hauptverband der Sozialversicherungsträger 26.167 arbeitslose Frauen und Männer in der Steiermark, was eine Arbeitslosenquote von 5,6 Prozent bedeutet. Davon sind 12.520 (6,2 Prozent) Frauen betroffen. Viele dieser Frauen hätten durch Karenz oder zu pflegende Familienmitglieder nicht oder momentan nicht die Möglichkeit eine Stellung anzunehmen. Oft seien es aber Frauen, die eine qualitativ hochwertige Ausbildung auf dem Technologie-Sektor aufweisen können, jedoch mangels Kinderbetreuungsstätten oder Mobilität nicht arbeitsfähig seien.

SPÖ-Abgeordneter Horn verwies auf ein von ihm initiiertes Projekt in seiner Region mit dem Ziel, Firmen in der Region Liezen anzuspornen, Arbeit für Frauen im Bezirk zu schaffen. "Ich weiß um die Situation in meinem Wahlkreis, die räumliche Ausdehnung, sinkende Industriearbeitsplätze und die vielfache Saisonbeschäftigung im Tourismus", so der SPÖ-Abgeordnete. "Gleichzeitig befinden sich im Bezirk Liezen ausgezeichnete Schulen, die ein hervorragendes Bildungsniveau aufweisen. Es ist aber trotz guten Willens und Bemühungen nicht möglich, die österreichische Wirtschaft zur Schaffung von alternativen Arbeitsplätzen zu bewegen."

"Sollte sich bei den österreichischen Unternehmen in Zukunft kein Umdenken in Hinblick auf ausgelagerte Arbeitsplätze einstellen, ist ein Aushungern der ländlichen Regionen nicht mehr aufzuhalten", warnte Horn abschließend. (Schluss) se

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