Wichtige Fortschritte in der Basel II - Diskussion

Bundeskreditsparte begrüßt gestrige Beschlüsse des Baseler Ausschusses

Wien (PWK522) - Die Bundeskreditsparte begrüßt die gestrigen Beschlüsse des Baseler Ausschusses als wichtigen Fortschritt zur Verbesserung der bisherigen Vorschläge für weltweite neue Eigenkapitalbestimmungen für Banken. Gerade die nun vorgesehenen Erleichterungen für die Finanzierung von Klein- und Mittelbetrieben und die weitgehende Vermeidung einer Benachteiligung bei längerfristigen Krediten entsprechen im Grundsatz den Forderungen, die die österreichische Kreditwirtschaft bereits seit Beginn der öffentlichen Diskussion Mitte 1999 vertreten hat, betont Syndikus Dr. Herbert Pichler, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung.

Basel II schlägt nun eine Gleichbehandlung von Krediten an Firmen bis zur Höhe von 1 Mio. Euro mit Privatkrediten vor, wenn diese in ähnlicher Weise wie Kredite an Privatkunden gehandhabt werden, sowie Kapitalerleichterungen bei Mittelstandskrediten durch einen Risikoabschlag abhängig von der Unternehmensgröße. Dies soll durch Abschläge für Unternehmen bis zu einem Umsatz von 50 Mio. Euro erfolgen.

Bisher kaum beachtet werden allerdings die umfassenden neuen administrativen Verpflichtungen, die mit einem umfangreichen Zusatzaufwand und damit zusätzlichen Kosten verbunden sein werden. Dazu muss es noch wesentliche administrative Vereinfachungen insbesondere auch im Interesse der kleinen und mittleren Banken v.a. bei der kommenden EU-Richtlinie geben, betont
Dr. Pichler.

Angesichts des Umstandes, dass diese internationalen Standards auch in Österreich zu übernehmen sind, hält die Bundeskreditsparte eine Analyse für vordringlich, wo innerösterreichische Verbesserungen der Rahmenbedingungen erforderlich sind, wie bei der Eigenkapital-Stärkung der Betriebe, der Abschaffung von wettbewerbsverzerrenden Gebühren, wie der nur in Österreich bestehenden Kreditvertragsgebühr und der belastenden Grundbuchseintragungsgebühr u.a., um die Vorbereitungszeit auf Basel II zu nützen. (RH)

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