RASINGER: MIT NEUER AUSBILDUNG ZUM HEILMASSEUR WIRD NEUER EUROPÄISCHER SPITZENSTANDARD GESETZT

Masseur- und Heilmasseurgesetz nach 40 Jahre andauernder Diskussion endlich im NR

Wien, 11. Juli 2002 (ÖVP-PK) Nach Verabschiedung des Rettungssanitätergesetzes gelingt es nun nach etwa 40 Jahre dauernden Diskussionen, auch den medizinischen Masseurberuf auf eine gesetzliche Basis zu stellen, freute sich heute, Donnerstag, der ÖVP-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Erwin Rasinger anlässlich der heutigen Debatte im Plenum des Nationalrats. Damit werde ein weiterer wichtiger Schritt zur Ausbildungsreform im Gesundheitswesen gesetzt. Die derzeit geltenden Regelungen entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen, deshalb ist die heute zu beschließende Regierungsvorlage über das Medizinische Masseur- und Heilmasseurgesetz dringend notwendig. Es wurden neue Ausbildungssysteme erarbeitet, die eine größtmögliche praxis- und berufseinstiegsgerechte Ausbildung ermöglichen. Die Regelungen entsprechen etwa BRD-Niveau; und Österreich erreicht damit "internationale Spitzenklasse". ****

Das Gesundheitswesen biete große Zukunftschancen. Österreichs Gesundheitswesen ist in einem WHO-Ranking auf Platz neun und damit Weltspitze. Laut einem Gutachten des deutschen Wirtschaftsministers arbeiten 291.000 Personen im österreichischen Gesundheitswesen. "Vor allem im Gesundheits- und Wellness-Tourismus, wo auch die Massage eine große Rolle spielt, sind wir bereits jetzt Weltspitze und haben noch große Zukunftschancen", so Rasinger. Um dieses hohe Niveau zu halten, sei es notwendig, genaue Normen zu erstellen. Es komme nicht auf die "Zahl der Köpfe", sondern auf die Qualität und die Zuwendung an. Zur Qualitätssicherung und zum Wohl des Patienten sei auch eine Verlängerung der Ausbildungsdauer unumgänglich geworden. Die Möglichkeiten der Berufsausübung würden den Anforderungen der Praxis angepasst, so Rasinger weiter. Der Tätigkeitsbereich dieses Gesundheitsberufes, der wesentlich der "Kur des kleinen Mannes" dient, wird in Zukunft um zusätzliche Tätigkeiten, wie zum Beispiel anerkannte Spezialmassage, erweitert.

Es werden zwei Berufsbilder geschaffen:
* der medizinische Masseurs wird unter Anleitung und Aufsicht tätig und
* der Heilmasseurs ist zur eigenverantwortlichen Durchführung nach ärztlicher Anordnung berechtigt.

Weiters wird ein Zugang zum Gesundheitsberuf für bestimmte gewerbliche Masseure durch die Möglichkeit der Absolvierung einer verkürzten Ausbildung geschaffen. Dadurch ist eine "Durchlässigkeit zwischen den neuen Gesundheitsberufen und den gewerblichen Masseuren" gegeben, führte der Gesundheitssprecher aus.

Aufgrund einer Empfehlung des Obersten Sanitätsrates soll die Ausbildung des Gesundheitsberufes dahingehend erweitert werden, dass auch eine Berechtigung zur Durchführung von Lymphdrainagen, Ultraschall und Elektrotherapie durch Heilbademeister und Heilmasseure besteht, schloss der ÖVP-Fraktionsobmann.
(Schluss)

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