Finanzspritze für den ländlichen Raum

Land verkauft dafür 1,99 Prozent an der Hypo - LH Haider, LHStv. Pfeifenberger und LR Dörfler zogen positive Sommerbilanz

Klagenfurt (LPD) - Rund 14,5 Millionen Euro will das Land Kärnten als zusätzliche Finanzspritze für die Weiterentwicklung des ländlichen Raumes zu Verfügung stellen. Diese Summe soll aus dem Verkauf von 1,99 Prozent an Anteilen der Hypo-Bank erzielt werden. Das Land hält derzeit 52 Prozent und bleibt somit auch nach dem Anteilsverkauf Mehrheitseigentümer der Hypo. Kommenden Dienstag wird es zur Beschlussfassung über dieses Paket eine Sonderregierungssitzung geben, sagte heute Landeshauptmann Jörg Haider bei einem Sommer-Bilanzgespräch in Krumpendorf. Weiters beschlossen werden soll bei der Sondersitzung die Kärntner Strategiegruppe für Kompensationsgeschäfte im Rahmen des Euro-Fighter-Ankaufs. Vorsitzender dieser Strategiegruppe soll Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher werden.

Überhaupt soll in den kommenden Jahren der ländliche Raum wirtschaftlich und touristisch stark weiterentwickelt werden. Ab Herbst startet eine Gewerbeaktion für Kleinbetriebe, die mit Landesmitteln in Höhe von 8,7 Millionen Euro ebenfalls zur Belebung der Regionen abseits der Zentralräume beitragen soll.

Wie Haider betonte, seien für den ländlichen Raum trotz massiver Schließungsgespenster bei Postämtern, Gendarmerieposten oder Kleinstschulen gute Lösungen gefunden worden. Von 215 Postämtern werden lediglich 15 geschlossen. Österreichweit versorge ein Postamt durchschnittlich rund 4300 Bürger, in Kärnten bleibe der Versorgungsgrad mit 2300 Kunden pro Postamt fast doppelt so hoch. Und bei den Gendarmerieposten werde auch nur das umgesetzt, was vom Landesgendarmeriekommando selbst vorgeschlagen wurde. Schließungen sogenannter "Zwergschulen" aufgrund sinkender Schülerzahlen konnte durch eine Änderung des Kärntner Schulgesetzes begegnet werden, sagte Haider, der für den Bildungssektor noch das neue Berufsschulkonzept und die Lehrlingsheimsanierung hervorstrich.

Weiters betonte Haider die gute Beschäftigungsbilanz in Kärnten trotz weltweiter Konjunkturabflachung. Das Bundesland verzeichnete Ende Juni d. J. den höchsten Beschäftigtenstand seit 1945. Im Sozialbereich nannte der Landeshauptmann das Kindergeld, die erhöhte Familienförderung, das Alten- und Pflegeheimkonzept sowie die Verbesserungen für Senioren als Positiv-Highlights seiner Regierungsarbeit. Im Krankenhausbereich sei es zu einer Standortabsicherung und Weiterentwicklung aller elf Kärntner Spitäler gekommen.

LHStv. Karl Pfeifenberger stellte in seiner Bilanz die Budgetentschuldung in den Mittelpunkt. Bis zum Rechnungsabschluss 2004 sollte die Verschuldung des Landes endgültig auf null gedreht sein. Trotz Sparkurs seien aber durch die konsequente Budgetpolitik wichtige und richtige Impulse im Wirtschafts- und Sozialbereich gesetzt worden. Auch im Tourismus sei die positive Trendwende mit viel Einsatz und guten Ideen geschafft worden, sagte Pfeifenberger.

Landesrat Dörfler sieht den Sport vermehrt als Tourismuszugpferd und nannte Veranstaltungen wie etwa den Tennis-FED-Cup der Frauen, Ironman oder Beach-Volleyball. Mit "Kärnten läuft" soll ein neuer und mehrtägiger Sportveranstaltungsreigen mit einem Halbmarathon von Velden zur Seebühne Klagenfurt als Höhepunkt neue Besucherschichten nach Kärnten bringen. Bei den Schwerpunkten im Verkehr nannte Dörfler die "Neue Südbahn" mit der Neutrassierung zwischen Klagenfurt und Villach, den Bau der Koralmbahn und den kärntenweiten Ausbau der Straßeninfrastruktur. Im Kinderbetreuungsbereich sei mit der Änderung des Kindergartengesetzes zur altersübergreifenden Betreuung für Kinder zwischen eineinhalb und 14 Jahren ein guter Wurf gelungen, so Dörfler.

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111316 Jul 02

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