Kronberger: Ökostromgesetz eröffnet Langzeitperspektive

Wien, 2002-07-11 (fpd) - "Das gestern im Nationalrat beschlossene Ökostromgesetz ist grundsätzlich ein Schritt in die richtige Richtung und kommt den Vorgaben der EU-Richtlinie zur Förderung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen nach", so der freiheitliche EU-Parlamentarier und Experte für erneuerbare Energie Hans Kronberger. ****

Laut EU-Richtlinie muß Österreich seinen Anteil an Ökostrom bis zum Jahr 2010 von 70% auf 78% erhöhen. Kronberger, der im Europäischen Parlament an der Erstellung der EU-Richtlinie maßgeblich beteiligt war: "Der Grundstein zur Erfüllung der Ökostromziele wurde mit dem gestern beschlossenen Gesetz gelegt, auch wenn ich mir persönlich eine noch ehrgeizigere Lösung gewünscht hätte."

Vorteile in der neuen Ökostromregelung sieht Kronberger vor allem in den bundesweit einheitlichen Einspeisetarifen für Ökostrom, womit der Tarifdschungel endgültig der Vergangenheit angehört, der einheitlichen Stromkennzeichnung, auch wenn diese erst ab 2004 in Kraft tritt und der Abkehr vom desaströsen Zertifikatshandel für die Kleinwasserkraft.

Kronberger: "Auf dieser Basis muß jetzt unter Einbeziehung der Bevölkerung weitergearbeitet werden. Der dringend notwendige nächste Schritt wäre eine Informationsoffensive der Bundesregierung, um der Bevölkerung die Vorteile des Umstiegs auf Ökostrom nahe zu bringen."

"Das langfristige Ziel muß es sein, daß Österreich das erste Land der EU wird, das seinen Strom zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen bezieht. Das sind wir den über 900.000 Unterzeichnern des Nein-zu-Temelin-Volksbegehrens schuldig", so Kronberger abschließend. (Schluß)

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