Bartenstein: Positive Ergebnisse für Mittelstand bei Basel II

Appell an Banken, mittelstandsfreundlich zu agieren

Wien (BMWA-OTS) - In der Sitzung von 10.Juli 2002 hat der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht weitere Schritte gesetzt, die Erleichterungen für den Mittelstand bedeuten.

Laut neuestem Verhandlungsstand sollen Kredite an Unternehmen bis zu einer Höhe von einer Million Euro wie Privatkundenkredite eingestuft werden. Darunter werden rund 90% der österreichischen kleinen und mittleren Unternehmen bei der Kreditvergabe fallen, für Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein "eindeutig ein Schritt in die richtige Richtung für KMU in Österreich, aber weitere müssen folgen". Die stärkere einzelstaatliche Entscheidungsfreiheit durch einen möglichen Verzicht auf Zuschläge für langfristige Kredite wertet der Minister als weiteren Erfolg.

Zusätzlich dürfen Unternehmen mit weniger als 50 Millionen Euro Jahresumsatz von den Banken als weniger risikoreich eingestuft werden als es ihrem eigentlichen Rating entsprechen würde. Damit käme es aufgrund von Basel II nicht zu Verteuerungen der Kreditkonditionen für diese Unternehmen. Bartenstein: "Ich richte einen Appell an die Banken, mittelstandsfreundlich zu agieren." Banken sollten sich ihrer überragenden Bedeutung bei der Unternehmensfinanzierung bewusst sein, denn rund 65% der österreichischen KMU finanzieren sich über Bankkredite. Daher sollen österreichische Banken von den Möglichkeiten, die ihnen der neue Kompromiss zu Basel II einräumt, Gebrauch machen.

Ziel muss es sein, dass es zu keinen wirtschaftspolitisch unvertretbaren Verteuerungen oder Einschränkungen bei der Vergabe von Krediten für den österreichischen Mittelstand durch Wettbewerbsverzerrung kommt.

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