FPÖ: "Scheibchenweise" Zerstörung der Sophiensäle

Wien (OTS) - Von einer "scheibchenweisen Zerstörung" der Sophiensäle sprachen Donnerstag Stadtrat Johann Herzog und LAbg. Heinz-Christian Strache in einem Pressegespräch der FPÖ. Der Brand am 16. August 2001 sei noch nicht einmal gelöscht gewesen, habe die Polizei bereits Brandstiftung ausgeschlossen. Zeugen die sich nachträglich gemeldet haben und einen möglichen Verdacht auf Brandstiftung erhärten könnten, seien nicht vernommen worden. Auch nach einer Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft sei es zu keiner Zeugenbefragung bekommen. Nun sei in diesem Zusammenhang von der FPÖ eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Staatsanwaltschaft eingereicht worden. Diese Beschwerde verhindere nicht zuletzt eine Verjährung des Falles. Auch habe es lange gedauert bis das Bundesdenkmalamt überhaupt endlich tätig geworden sei. Im Frühjahr dieses Jahres habe das Bundesdenkmalamt auch den Denkmalschutz weiter eingeschränkt. Der Betreiber selbst zeige kein Interesse an der Erhaltung der historisch wertvollen Gebäudeteile. Und schließlich sei auch die Stadt Wien und der Bürgermeister in dieser Angelegenheit völlig untätig, stellten Herzog und Strache fest, obwohl die Stadt hier ihrer historischen und kulturellen Aufgabe nachkommen sollte.

Nach Meinung von Herzog und Strache sollte die Stadt Wien das Areal ankaufen und dann Investoren suchen. Vorstellbar sei ein Hotelprojekt in dem der historisch wertvolle große Saal der alten Sophiensäle integriert werden könnte. Nicht zuletzt könnte dadurch auch im mittleren Kongress-Segment (Saal bis 600 Personen) eine Angebotslücke gefüllt werden, so Herzog und Strache. Nur der Bürgerinitiative und der FPÖ sei es zu verdanken, dass das Thema Sophiensäle überhaupt "am Leben gehalten" werde.

Weitere Informationen: Gemeinderatsklub der FPÖ, Tel.: 4000/81 794, Internet: http://www.fpoewien.at/
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111125 Jul 02

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