Talowski: Neues Heilmasseurgesetz ist Riesenchance und großer Wurf

Neuregelung kommt Masseuren wie Patienten zugute

Wien (PWK520) - "Mit der endgültigen Beschlussfassung des Heilmasseurgesetzes wurde nach einer 40-jährigen Dauer der Unsicherheit für diese Berufsgruppe endlich eine Lösung gefunden", betonte heute, Donnerstag, der Bundesinnungsmeister der Masseure, Hermann Talowski. Zudem gebe es endlich Rechtssicherheit für die Gruppe der Heilmasseure. Die Bundesinnung werte den Beschluss des Heilmasseurgesetzes darüber hinaus als "Riesenchance", da nun gewerbliche Masseure mit einer entsprechenden Aufschulung auch Kranke behandeln und damit auf Rückverrechnung mit den Krankenkassen arbeiten könnten. "Das kommt nicht nur den gewerblichen Masseuren zugute, sondern bedeutet auch eine Verbesserung der Situation für die Patienten. Profitieren werden insbesondere die Patienten des ländlichen Raums, weil hier der Zugang zu diesen Therapien oft beschränkt war ", so Talowski.

Bisher bestand die Unterscheidung zwischen gewerblichen Masseuren, die nur an Gesunden arbeiten durften. Im Gegensatz dazu arbeiteten die Heilmasseure unter ärztlicher Aufsicht. Die nun möglich werdende freiberufliche Tätigkeit des Heilmasseurs werde durch eine vernünftige Ausbildung und eine entsprechende Kontrolle abgesichert, unterstreicht der Bundesinnungsmeister, der das Ergebnis der Verhandlungen und die nunmehrige Beschlussfassung durch den Nationalrat als eine "notwendige Deregulierung der Gesundheitsbürokratie" bezeichnet.

Die Kritik am neuen Heilmasseurgesetz sei nicht berechtigt, weil nun ein modernes und umfassendes Gesetz vorliege, mit dem nicht nur eine Erweiterung des Tätigkeitsbereiches vorgenommen werde sondern - im Sinne der Qualitätssicherung - eine längere Ausbildungszeit vorgeschrieben sei. "Ich bin sicher, dass durch das neue Ausbildungssystem eine größtmögliche praxisgerechte Lösung gefunden wurde", so Talowski. Ausserdem werde durch die Durchlässigkeit zwischen den neuen Gesundheitsberufen und den gewerblichen Masseuren durch die wechselseitige Anerkennung und Ausbildung nun eine Berufsausübung sowohl im gewerblichen Bereich als auch im Gesundheitsbereich möglich.

"Ich bin davon überzeugt, dass uns mit dem neuen Heilmasseurgesetz ein großer Wurf gelungen ist. Durch die klaren Übergangsbestimmungen wird sichergestellt, dass es zu keinen Ungereimtheiten kommen kann. Im übrigen sind diese Übergangsbestimmungen das Ergebnis eines hart errungenen Kompromisses, mit dem Ziel vor Augen, die Heilbehandlungen nicht zu gefährden", schloss der Bundesinnungsmeister. (us)

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