RASINGER: WILL WIEDER EINEN MEDIZIN-NOBELPREISTRÄGER AUS ÖSTERREICH

ÖVP-Gesundheitssprecher begrüßt eigene Medizin-Universitäten in Österreich - "Politik braucht Mut zu Neuem"

Wien, 11. Juli 2002 (ÖVP-PK) Als großen Erfolg wertet ÖVP-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Erwin Rasinger die Einführung eigener Medizin-Unis in Österreich. "Ich bin überzeugt, dass das zu einer Renaissance der österreichischen medizinischen Schule führen wird und wir bald wieder einen Medizin-Nobelpreisträger aus Österreich haben werden", so Rasinger heute, Donnerstag, anläßlich der Debatte im Plenum des Nationalrats.****

"Ich halte es für unmöglich, dass man eine Medizin-Universität ‚nebenbei‘ führt. Die schlanken, neuen Strukturen mit einem Rektor lassen es direkt fahrlässig erscheinen, riesige Klinikbetriebe - wie etwa das AKH in Wien mit 10.000 Mitarbeitern, 1.500 Ärzten und 10 Milliarden Schilling Kosten - nebenher wie einen Schrebergartenverein zu führen. Gerade durch die Eigenständigkeit der medizinischen Universität wird eine klare Verantwortlichkeit sicher gestellt, die bisher nur verschwommen vorhanden war", betonte Rasinger.

WELTKLASSE IN FORSCHUNG, LEHRE UND PATIENTENBETREUUNG

"Durch die neue Regelung soll Weltklasse in Forschung, Lehre und Patientenbetreuung sichergestellt werden. Politik braucht Mut zu Neuem. Die von den Rektoren vorgeschlagene Schuh-in-Schuh-Lösung einer Teilselbständigkeit hätte lediglich zu einem Verantwortungs-Wirr-Warr geführt", ist Rasinger überzeugt. So werde die neue Medizin-Universität Wien beispielsweise unter den 21 Universitäten die viertgrößte Uni mit rund 11.600 Hörerinnen und Hörern sein. "Allein die bisherige Größe der Universität Wien mit 66.000 Hörerinnen und Hörern zeige, dass es bei dem enorm aufgewerteten Verantwortungsbereich des Rektors unmöglich gewesen wäre, eine Klinik nebenbei zu führen."

Das Argument mancher Kritiker, dass durch die Neuregelung die Zusammenarbeit in der Grundlagenforschung wie etwa in der Molekularbiologie erschwert möglich sein werde, wies Rasinger als absurd zurück. "Forschung wird heute mit europa- und weltweiten Zusammenarbeitsmodellen betrieben. Auch in Österreich haben die Medizinischen Universitäten bundeslandweise Kooperationen, es gibt aber auch Kooperationen mit der Tiermedizinischen Universität und der Universität für Bodenkultur bzw. der Industrie. Warum hier eine neue Struktur behindernd sein soll, ist nicht nachvollziehbar. Im Gegenteil: das klare Bekenntnis zu einer ausreichenden Finanzierung sollte es möglich machen, dass in Österreich die berühmte österreichische medizinische Schule eine neue Blüte erlebt und bald wieder ein Österreicher bzw. eine Österreicherin den Medizin-Nobelpreis erhält."

Durch nichts begründet sei überdies das Krankreden mancher Kritiker, dass Medizin-Unis im Ostblock gescheitert seien oder die medizinischen Fakultäten auf Fachhochschul-Niveau herunterfallen würden, betonte Rasinger. "Ziel war es, die Medizinuniversität, die anders als die anderen Universitäten einen Krankenhausbetrieb 365 Tage im Jahr rund um die Uhr sicherstellen muss, aus ihrem bisherigen Anhängsel-Dasein zu befreien."
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

***OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER
VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***OTS0076 2002-07-11/10:54111054 Jul 02Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.parlament.gv.at/v-klub/default.htm

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK/ÖVP-PK