SCHWEISGUT: SAISONIERS IM TOURISMUS UNVERZICHTBAR!

Bei 200.000 Beschäftigten im Tourismus sind 8.000 Saisoniers keine überproportionale Forderung

Wien, 11. Juli 2002 (ÖVP-PK) Der parlamentarische Tourismussprecher der ÖVP, Abg. Johannes SCHWEISGUT, kritisierte heute, Donnerstag, die Aussagen von Tirols ÖGB-Chef Franz Reiter zu den Saisoniers. Reiter hatte diese Woche die Abschaffung der Saisoniers in Österreich gefordert. ****

"Mit großer Verwunderung habe ich die Aussagen des ÖGB vernommen, in denen ein Ende der Saisoniers gefordert wird. Der Tiroler ÖGB-Chef Reiter agiert in diesem Bereich weltfremd. Gerade in Tirol ist der Tourismus eine der wichtigsten wirtschaftlichen Voraussetzungen, ohne den Tourismus gäbe es nicht die derzeitige Lebensqualität, ohne zusätzliches Personal zu den Spitzenzeiten kann der Tiroler Qualitätstourismus nicht aufrechterhalten werden. Saisoniers sind daher für den Tourismus unverzichtbar", unterstrich Schweisgut.

"Das Bemühen um Qualitätstourismus, das von Reiter eindringlich gefordert wird, ist der Gastronomie bereits seit langem ein Ziel -zum großen Teil bereits erreicht -, und hat natürlich zu höheren Personalkosten geführt. Mehr Qualität in der Gastronomie bedeutet auch ein höheres Personalaufkommen bei gleichzeitig höheren Gehältern. Das derzeitige Saisonkontingent reicht nicht aus, um zu Spitzenzeiten auch Spitzenqualität zu bieten. Die deshalb in dieser Woche vom Nationalrat beschlossene Novellierung des Ausländerbeschäftigungsgesetzes ermöglicht künftig flexiblere Festlegungen der Saisonier-Kontingente zu Spitzenzeiten bei einer Höchstgrenze von durchschnittlich 8.000 Arbeitskräften. Bei einem erhöhten Bedarf (z.B. Weihnachten) kann dieses Kontingent beispielsweise im Dezember auf 11.000 erhöht werden, wenn im November nur 5.000 beschäftigt sind", führte Schweisgut aus.

"Insgesamt wurden in den letzten fünf Jahren in Österreich im Tourismus über 20.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, das heißt, selbst in diesen wenigen Jahren war es notwendig, zusätzliches Personal für die Gastronomie zu finden. Natürlich wäre den Tourismusbetrieben in Tirol geholfen, wenn Schulpraktika und das nicht nur von Tourismusschulen, sondern von allen tourismusrelevanten Schulen ganzjährig verteilt angeboten werden könnten. Dies würde den Tourismusbetrieben helfen - ein ganzjähriges Abgehen vom Saisonier-Modell ist davon unabhängig jedoch undenkbar!", betonte Schweisgut.

"Als Tourismusvertreter möchte ich aber entschieden auch den Aussagen von Herrn Reiter widersprechen, wonach im Tourismus schlecht bezahlt werde und die Rahmenbedingungen ohnehin nicht stimmen. Diese Aussagen sind grundsätzlich falsch - im Tourismus gibt es, wie auch in vielen anderen Bereichen, tausende zufriedene Arbeitnehmer!", schloss Schweisgut.
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