ÖGJ: Universitätsgesetz bedeutet Rückschritt für die Jugend

Studierende müssen zahlen, haben aber viel weniger mitzureden

Wien (ÖGJ). "Das neue Universitätsgesetz schließt die AssistentInnen und DozentInnen ebenso wie die Studierenden weitgehend von der Mitbestimmung aus. Dadurch ergibt sich eine demokratiepolitisch bedenkliche Machtverschiebung und ungleiche Partizipationsmöglichkeiten für die Studierenden: Sie dürfen zwar zahlen, sind aber in den bestimmenden Gremien unterrepräsentiert", spricht sich Stefan Maderner, Bundessekretär der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) gegen das Universitätsgesetz 2002 aus.++++

Statt die Demokratie hintan zu stellen sollten die Zukunftschancen der Jugendlichen verbessert werden, fordert Maderner. Die ÖGJ tritt für die Wiederherstellung des freien Hochschulzugangs durch Abschaffung der Studiengebühren, für Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Studium und für bessere Studienbedingungen ein. "Österreich braucht qualifizierte AkademikerInnen. Der Zugang zur Universität muss vereinfacht werden, anstatt ihn immer weiter zu verengen", so Maderner.

Kein Geld für Bildung?

Mit dem Einfrieren der Budgets auf dem Stand von 2001 wird zukunftsorientierte Forschung und Lehre erschwert, langfristig könnte es zu weiteren Zugangsbeschränkungen kommen. "Die Universitäten brauchen ausreichende finanzielle Mittel, ansonsten ist mit einer Abwanderung der besten wissenschaftlichen MitarbeiterInnen zu rechnen. Das schadet auch der Wirtschaft", betont Maderner.

Protest-Aktion per E-Mail

Die ÖGJ hat unter dem Motto "Ausbildung statt Abfangjäger" eine Protestaktion gegen die Rückschritte in der Bildungspolitik und den Lehrstellenmangel gestartet. Unter www.oegj.at können die Jugendlichen ihrem Ärger Luft machen und ein E-Mail an Ministerin Gehrer und Minister Bartenstein abschicken. "Wir fordern den freien Hochschulzugang und demokratisch organisierte Universitäten. Die Jugend muss eine Chance auf qualifizierte Ausbildung und gute Arbeitsplätze haben", so Maderner.(tb)

ÖGB, 11. Juli 2002
Nr. 587

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