Wichtige Tipps für die Urlaubsreise mit Wuff und Co.

Trotz EU: Reisedokumente nicht vergessen! Leishmaniose: Sandmücken bedrohen Hunde - Erstmals Vorbeugung möglich!

Wien (OTS) - Sommerzeit ist Reisezeit. Und viele Tierfreunde
wollen dabei auf ihre Lieblinge nicht verzichten. Dabei sollten jedoch einige Vorsichtsmaßnahmen nicht vergessen werden. Sonst wird die Ferienreise leicht zur Katastrophe. Das Tierhilfswerks Austria (THWA) informiert.

Grundsätzlich gilt: Hunde gehen zumeist gerne auf Reisen, andere Haustiere bleiben lieber Daheim. Katzen mögen keine Ortsveränderungen. Für sie sollte möglichst frühzeitig ein Katzen-Sitter besorgt werden. Zumeist helfen Familienmitglieder, Freunde oder Nachbarn gerne aus. Sollte trotzdem keine Möglichkeit gefunden werden, so ist das Tierhilfswerk Austria gerne bei der Suche nach einem Pflegeplatz oder einem Katzen -Sitter behilflich. Kleinere Haustiere wie Hamster oder Vögel finden leicht bei Bekannten oder Verwandten eine Bleibe auf Zeit.

Hunde werden oft mitgenommen, sind jedoch nicht überall willkommen. Auf jedem Fall im angestrebten Urlaubsquartier nachfragen, sonst drohen üble Überraschungen. Und in Südeuropa gelten oft Verbote an Stränden, in Hotelanlagen und in Restaurants.

Zudem droht Hunden in vielen südlichen Ländern - beispielsweise rund ums Mittelmeer - eine besondere Gefahr: Leishmaniose. Dies ist eine durch Kleinstlebewesen hervorgerufene Erkrankung, die durch Sandmücken übertragen wird. Die Erkrankung tritt oft erst sehr viel später auf und ist für das Tier unheilbar und kann letztlich zum Tod führen. Die Symptome sind schwer zu diagnostizieren. Ein Hinweis auf Leishmaniose kann das gehäufte Auftreten von verschiedenen Beschwerden sein, wie zB. grundloses Abmagern. Auch lassen sich die Leishmanien nur schwer abtöten und so kommt es immer wieder zu neuen Ausbrüchen, ähnlich dem Krankheitsverlauf von Malaria.

Doch erstmals gibt es jetzt die Möglichkeit durch ein eigens entwickeltes Protectorband der Ansteckung vorzubeugen! Das Band muss jedoch zwei Wochen vor Reiseantritt eingesetzt werden (nähere Informationen bei jedem Tierarzt oder im Internet unter http://www.tierhilfswerk.at) .

Auch wenn sich durch die EU und den Fall der Grenzbalken die Reise mit Hund heute leichter gestalten lässt, so sollten doch die jeweils landesspezifischen Einreisevorschriften beachtet werden. So gilt noch immer die Impfpflicht, die in vielen Ländern sogar von Amtstierärzten bestätigt sein muss. Damit es keine Überraschungen gibt, sollte man sich bei der Botschaft des jeweiligen Landes oder beim ÖAMTC informieren.

Hier noch ein paar praktische Tipps: an heißen Tagen sollte ein feuchtes Handtuch im Auto nicht fehlen. Am besten werden Hunde in festen Boxen transportiert. Wasser gehört natürlich zur Grundausstattung. Und Pausen, spätestens alle drei Stunden, sind auch selbstverständlich. Bei Flugreisen sollte vorher ein "Hundeplatz" reserviert werden, da nur eine begrenzte Zahl an Tieren von den Fluggesellschaften mitgenommen wird.

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