Prets begrüßt Pläne zur EU-Agrarreform

SPÖ-Forderungen werden umgesetzt

Wien (SK) "Ich begrüße die Agrarreformpläne von Kommissar Fischler und hoffe, dass soviel wie möglich davon umgesetzt wird", so die burgenländische SPÖ-Europaabgeordnete und Landwirtschaftssprecherin der SPÖ-Delegation, Christa Prets, in einer ersten Reaktion nach der offiziellen Präsentation der EU-Agrarreform. Der "Midterm-Review" des Agrarkommissars beinhaltet zahlreiche sozialdemokratische Forderungen: Die Beihilfen sollen sich zukünftig an strenge Qualitätsauflagen für Umwelt- und Tierschutz sowie der Lebensmittelsicherheit orientieren und die Förderungen für Großbetriebe mit 300.000 Euro begrenzt werden. Darüber hinaus soll die Landschaftspflege gefördert werden. Prets: "Damit kommen wir endlich weg von der undifferenzierten und uneffizienten Massenförderung und hin zu einem ökonomisch gerechten und ökologisch sinnvollen System. Es ist unumgänglich, Bauern zu fördern, die im Sinne der Gesellschaft wichtige Landschaftspflege leisten." ****

"Ich hoffe und werde dafür arbeiten, dass sich auch der Rat dem nun auf dem Tisch liegenden Vorschlag anschließt. Bereits im heutigen Agrarausschuss hat man jedoch gesehen, dass noch ein langer Dialog vor uns liegt", spricht Prets die kontroversielle Debatte nach der Vorstellung des "Midterm-Reviews"" an. "Gerade Abgeordnete aus Ostdeutschland und Frankreich lehnen die Deckelung der Förderungen ab, die jedoch notwendig ist, um kleinere Betriebe zu schützen."

Prets unterstützt auch die in der Ausschussdebatte aufgekommene Forderung, den Import von Landwirtschaftsprodukten zukünftig stärker zu kontrollieren. "Wenn innerhalb der EU stärker auf qualitative Kriterien wert gelegt wird, darf das nicht durch Importe unterwandert werden. Darum muss auch bei der Einfuhr auf umweltfreundliche Produktion, Tierschutz und Konsumentenfreundlichkeit geachtet werden."

Ihren freiheitlichen Abgeordnetenkollegen, insbesondere FP-Agrarsprecherin Achatz, rät Prets abschließend, sich den Effekt der Gesamtreform anzusehen, anstatt Panikmache zu betreiben. "Davon zu sprechen, dass es bald keine ‚wogenden Getreidefelder' mehr geben werde, ist erstens falsch und zweitens unreflektiert. Wenn von Seiten der Freiheitlichen Kritik geübt wird, sollte diese zumindest aus einem ganzheitlichen Aspekt heraus erfolgen. Ich habe den Eindruck, dass Kollegin Achatz sich mit den Inhalten gar nicht auseinander gesetzt hat", so Prets. (Schluss) vs

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