Neue Wienerbergbrücke eröffnet

Deutlich bessere Verbindung zwischen Hauptverkehrsadern des 12. Bezirks

Wien, (OTS) Die im 12. Bezirk über den Gleistrog der ÖBB, dem sogenannten "Meidlinger Einschnitt", verlaufende neuerrichtete Wienerbergbrücke wurde Mittwoch Mittag offiziell durch den ressortzuständigen Stadtrat für Stadtentwicklung und Verkehr, DI Rudolf Schicker, und Bezirksvorsteher Herbert Hezuzky, in Anwesenheit von Stadträtin Dr. Elisabth Pittermann-Höcker sowie mehrerer Mandatare, eröffnet. Damit wurde eine deutlich bessere Verbindung zwischen Hauptverkehrsadern des Bezirks, einerseits Edelsinnstraße -Ruckergasse, andererseits Breitenfurter Straße - Wienerbergstraße, geschaffen.

Stadtrat Schicker sprach den Bauschaffenden besonderen Dank für die erbrachten Leistungen aus, die neuen Brücke ist übrigens zwei Monate vor dem geplanten Zeitpunkt fertig geworden, und das wie der Stadtrat hervorhob, unter ständiger Aufrechterhaltung des Verkehrs; damit sein eine wichtige Tangentialverbindung ausgebaut worden. Erfreulich sei auch, dass nunmehr die Arbeiten am Bau des Lainzer Tunnels fortgesetzt würden. Bezirksvorsteher Hezuzky betonte ebenfalls die Leistungen aller am Baugeschehen Beteiligten, aber auch das Verständnis der Anrainer und der Verkehrsteilnehmer. Für den Bezirk sei, nicht zuletzt im guten Zusammenwirken zwischen politischen Entscheidungsträgern und Bauverantwortlichen, ein wichtiges Projekt realisiert worden. Der Leiter der MA 29, OSR DI Walter Hufnagel, sagte gegenüber der rk, dieses Bauvorhaben füge sich in die gute Tradition des Wiener Brückenbaus ein, man habe innovative Ideen umsetzen können, und damit ein Objekt für mehrere Generationen errichtet.

Auslösendes Moment für den Brückenneubau war die durch den Bau des Lainzer Tunnels durch die HL-AG vorgegebene Verbreiterung des ÖBB-Gleistrogs von bisher 4 (bzw. 5) auf 8 (bzw.) Schienenstränge. Da die "alte" Wienerbergbrücke und die parallel dazu verlaufenden Einbautenstege nicht die erforderliche Spannweite aufwiesen, war an eine Neuprojektierung heranzugehen, die unter Federführung der MA 29 - Brückenbau und Grundbau (Geschäftsgruppe Stadtentwicklung und Verkehr) erfolgt ist, die in der Person von TOAR Ing. Anton Hoffmann auch den Projektkoordinator stellte. Die Baudurchführung oblag der Firma STRABAG als Generalunternehmer und der Firma MEC-VOEST als Stahlbausubunternehmer, die das Großvorhaben - die Brücke und z.T. erneuerte bzw. einen neu errichteten Einbautensteg(e) in einer Gesamtbauzeit von 22 Monaten realisierten. Gemäß Übereinkommen über Bahngrundbenützung hat die Stadt Wien den bei einer Veränderung der Bahnanlage notwendigen Neubau der Brücke aus eigenen Mittel zu bedecken - einen Betrag von (alle Zahlen gerundet) 3,78 Millionen Euro (52,00 Millionen Schilling). Die Kosten für die Einbautenstege werden von WIENSTROM mit 0,58 Millionen Euro (8,00 Millionen Schilling) und Fernwärme Wien mit 0,29 Millionen Euro (4,00 Millionen Schilling) getragen; die Telekom steuert 0,52 Millionen Euro (7,00 Millionen Schilling) bei.

Zur Verkehrssituation

Worauf schon eingangs hingewiesen wurde: Die Bauarbeiten an dem neuen Brückentragwerk und den Stahl-Fachwerken der Einbautenstege mussten unter ständiger Aufrechterhaltung des Straßenverkehrs, verbunden mit möglichst geringen Beeinträchtigungen, durchgeführt werden. So erfolgte der Abbruch der alten Brücke erst nach der Verkehrsfreigabe des 1. Teils der neuen Brücke. Die neue Brücke weist (mit Fahrbahnverschwenkung, um Abbiegespuren situieren zu können) je Richtung zwei bzw. vier Spuren auf, dazu je einen Gehweg und auf der westlichen Seite einen Zweirichtungsradweg.

Bauausführung und Hauptabmessungen

Das neue Brückenobjekt ist eine Verbundbrücke mit einer Stützweite (alle Zahlen gerundet) von 50 Metern und einer Breite von 30 Metern, bei der 9 Stahl-Vollwandträger die 30 Zentimeter starke Fahrbahnplatte aus Stahlbeton tragen, die in der Querrichtung leicht vorgespannt ist. Zur Vermeidung größerer Schalungsarbeiten vor Ort wurden Fertigteilelemente für die Plattenunterseite verwendet. In diesem Zusammenhang soll erwähnt werden - nicht zuletzt in Hinblick auf die Arbeitsbedingungen - dass im Bereich über den ÖBB-Gleisen an Schalungen und Schutzgerüsten aus Sicherheitsgründen nur in der jeweils betriebslosen Zeit der Bahn, zwischen 0 Uhr und 4,30 Uhr, gearbeitet werden konnte.

Die auf der Westseite (gegen Hetzendorf) situierten zwei bestehenden Einbautenstege und der dritte neu errichtete, wurden als Stahlfachwerkkonstruktion geplant, die schon vorhandenen Betontröge wurden mit dem Stahlfachwerk "ummantelt" und auf die Brückenstützweite von 50 Metern verlängert. Sie nehmen 380 kV-Leitungen der WIENSTROM und Versorgungsstränge der Fernwärme Wien auf. Weitere Stromkabel, die Verbindungsrohre der WIENGAS sowie die Kabeltrasse der Telekom, liegen in der Wienerbergbrücke.

Zum Werden der Wienerbergbrücke

Die Vorarbeiten (Roden, Baustelleneinrichtung etc.) haben im November 2000 begonnen, daran schloss sich die Herstellung der Bohrpfähle für die Widerlager der neuen Brücke durch die HL-AG, die diese Ende Februar 2001 an die MA 29 für die weiteren Arbeiten übergab. In der ersten Bauphase wurden dann 2/3 der Brücke (6 von 9 Hauptträgern) errichtet. Nach Isolierungs- und Straßenbauarbeiten einschließlich Einbauten und Brückenausrüstung, konnte Ende November 2001 der Verkehr auf dem 1. Teil der Brücke (4 Fahrspuren) aufgenommen werden.

In der zweiten Bauphase wurde neben dem Abbruch des alten Bauwerks das restliche Drittel (3 der insgesamt 9 Hauptträger) errichtet. Ansonsten verlief die Baudurchführung analog der ersten Bauphase. Nach der Bewehrungsverlegung und dem Einlegen der Spannkabel bis Ende März 2002, konnte mit dem Zusammenschluss der beiden Tragwerksteile begonnen werden, dann folgten Fahrbahn-, Geh-und Radwegherstellung. Auch die Begrünung der Anschlussbereiche der Brücke - soweit sie das städtische Areal betrifft - ist durch das Stadtgartenamt (MA 42)vorgenommen worden, ebenso die Herstellung der neuen öffentlichen Beleuchtung (MA 33).

Allgemeine Informationen:
o WIENSTROM: http://www.wienstrom.at/
o MA 29 - Brückenbau und Grundbau: http://www.wien.gv.at/ma29
o MA 42 - Stadtgartenamt: http://www.wien.gv.at/ma42/

(Schluss) pz

Rückfragen & Kontakt:

***OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER
VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS0194 2002-07-10/14:36

101436 Jul 02

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Peter Ziwny
Tel.: 4000/81 859
ziw@m53.magwien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/OTS