SP-Muttonen zu Artothek: Wie macht das der Pultar?

Wien (SK) "Mit Erstaunen habe ich zur Kenntnis genommen", so SP-Kultursprecherin Christine Muttonen am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst "dass der unter fragwürdigen Umständen vom Kunststaatssekretär Morak mit der Verwaltung der Artothek beauftragte Pultar-Verein ‚Gesellschaft zur Förderung der Digitalisierung des Kulturgutes' nach massiver öffentlicher Kritik nun plötzlich doch alle Kosten für Verwaltung, Miete, Einrichtung, Klimatisierung und Versicherung der Kunstwerke der Artothek um knapp die Hälfte der veranschlagten Summe tragen wolle: Wie soll sich das ausgehen?" ****

Muttonen bezieht sich auf Medienberichte, wonach der Verein den Auftrag auch ohne EU-Mittel um 109.009 Euro (statt der ursprünglich geforderten 202.684 Euro) durchführen wird. "Auch unter der Annahme, dass die Miete für den künftigen Standort der Artothek möglicherweise billiger werden wird, erscheint die Kalkulation des Pultar-Vereins höchst aufklärungsbedürftig. Warum ist der Pultar-Verein bereit, die Verwaltung der Artothek nun doch um wesentlich weniger Geld durchzuführen? Wie will Pultar die nicht unerheblichen Mietkosten, Verwaltungskosten und vor allem Versicherungskosten der rund 7.000 nicht verliehenen Kunstwerke decken? Die bisherigen zwei Akte des Dramas Artothek lassen auf einen finalen dritten Akt schließen: das dicke Ende nämlich, in dem die SteuerzahlerInnen feststellen werden, für dilettantisches Vorgehen nachfinanzieren zu müssen", formulierte Muttonen.

Die Vorgänge rund um die Ausgliederung der Artothek seien geradezu "haarsträubend"; daher werde sie eine weitere parlamentarische Anfrage zum Thema Artothek an den Bundeskanzler einbringen, schloss die SP-Kultursprecherin (die Anfrage kann im Volltext unter www.klub.spoe.at abgerufen werden). (Schluss) sw

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101356 Jul 02

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