BMSG: Risiko durch Chemikalien in Baby-Planschbecken nicht überbewerten

Wien (BMSG/OTS) - Chemikalien aus Kunststoff-Planschbecken für Kleinkinder werden nur in äußerst geringen Mengen vom Badewasser aufgenommen. Daher gehen Experten davon aus, dass - selbst wenn ein Kleinkind einige Schluck Wasser trinkt oder auch mal am Becken nuckelt - mit hoher Sicherheit keine Gesundheitsgefährdung besteht.

In den jüngsten Berichten über Chemikalien in Baby-Planschbecken, die sich auf eine Untersuchung der Zeitschrift Ökotest beziehen, wird das Gesundheitsrisiko für Kleinkinder offensichtlich deutlich überschätzt. Zwar ist unbestritten, dass in den Kunststoff-Planschbecken Chemikalien wie Phthalate (Weichmacher), zinnorganische Verbindungen und Blei nachzuweisen sind. Diese Chemikalien werden - begünstigt durch Wärme (Sonneneinstrahlung) -auch vom Badewasser aufgenommen, aber nur in geringsten Mengen. Einige Schluck Badewasser, das Nuckeln am Planschbecken und selbst die Aufnahme über die Haut sollten daher kein Gesundheitsrisiko bedeuten. Ein entsprechendes Fachgutachten dazu wurde vom Gesundheitsstaatsekretariat bereits in Auftrag gegeben.

Ein häufiger - am besten täglicher - Wechsel des Badewassers ist bei Baby-Planschbecken aus hygienischen Gründen aber ohnehin erforderlich, wodurch auch eine Belastung des Wassers mit Chemikalien weitestgehend vermindert wird. Am sinnvollsten ist die Befüllung des Beckens erst vor der Verwendung. Eine allzu rasche Verkeimung des Wassers wird damit gleichfalls hintangehalten. (Schluss) bxf

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OTS0165 2002-07-10/13:39

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