Chemikalien in Baby-Planschbecken

Risiko nicht überbewerten!

Wien (OTS) - Chemikalien aus Kunststoff-Planschbecken für Kleinkinder werden nur in äußerst geringen Mengen vom Badewasser aufgenommen. Daher gehen Experten mit hoher Sicherheit davon aus, dass - selbst wenn ein Kleinkind einige Schluck Wasser trinkt oder auch mal am Becken nuckelt - keine Gesundheitsgefährdung be-steht. Konsumentenschutzminister Böhmdorfer rät den verunsicherten Eltern:
"Als Vorsichtsmaßnahme sollte das Wasser im Planschbecken dennoch regelmäßig ge-wechselt werden, bis eine endgültige wissenschaftliche Bewertung des Risikos vor-liegt." Ein entsprechendes Fachgutachten wurde vom Bundesminsterium für soziale Sicherheit und Generationen bereits in Auftrag gegeben.*****

In den jüngsten Berichten über Chemikalien in Baby-Planschbecken, die sich auf ei-ne Untersuchung der Zeitschrift Ökotest beziehen, wird das Gesundheitsrisiko für Kleinkinder offensichtlich deutlich überschätzt. Zwar ist unbestritten, dass in den Kunststoff-Planschbecken Chemikalien wie Phtalate (Weichmacher), zinnorganische Verbindungen und Blei nachzuweisen sind. Diese Chemikalien werden - begünstigt durch Wärme (Sonneneinstrahlung) -auch vom Badewasser aufgenommen, aber nur in geringsten Mengen. Einige Schluck Badewasser, das Nuckeln am Plansch-becken und selbst die Aufnahme über die Haut sollten daher kein Gesundheitsrisiko bedeuten.

Ein häufiger - am besten täglicher - Wechsel des Badewassers ist bei Baby-Planschbecken aus hygienischen Gründen aber ohnehin erforderlich, wodurch auch eine Belastung des Wassers mit Chemikalien weitestgehend vermindert wird. Am sinnvollsten ist die Befüllung des Beckens erst vor der Verwendung. Eine allzu ra-sche Verkeimung des Wassers wird damit gleichfalls hintangehalten.

Für Kleinkinder wesentlich gravierender als die Belastung durch Chemikalien ist das Risiko, auch in einem seichten Planschbecken zu ertrinken. "Neben den Verkehrs-unfällen ist Ertrinken bei Kleinkindern die häufigste tödliche Unfallursache", betont Konsumentenschutzminister Böhmdorfer. Daher ist es unbedingt erforderlich, Klein-kinder beim Baden - auch im scheinbar harmlosen Planschbecken - nie aus den Augen zu lassen und sich der Gefahr des Ertrinkens immer bewußt zu sein.

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OTS0141 2002-07-10/12:59

101259 Jul 02

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