Gusenbauer: Extremistische Ausfälle Stadlers müssen ein Ende haben

Kanzler muss Koalitionspartner Haider zur Raison bringen

Wien (SK) "Nachdem sich der FPÖ-Volksanwalt Stadler nun auch erdreistet, dem Bundespräsidenten und dem Bundeskanzler sein verqueres Geschichtsbild anzuempfehlen, bedarf es nun eines klaren Wortes des Regierungschefs zu diesen Provokationen - hier muss der Schüsselsche Gleichmut im Interesse des Landes sein Ende finden", erklärte SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst nach den jüngsten Erklärungen Stadlers. "Stadler agiert unter ausdrücklicher Deckung des De-facto-Vorsitzenden der FPÖ - daher muss Schüssel Haider nun zur Raison bringen". ****

Wer, wie Stadler, in der Tat fortgesetzt und offen die Befreiung Österreichs frech umdeuten will, wer, wie Stadler, das Terrorregime der Nazis inklusive den Holocaust mit der Besatzung der Alliierten nach 1945 gleichsetzt, wem also das Fundament für die Identität der Republik Österreich vollkommen fehlt, der hat in öffentlichen Ämtern nichts verloren. "Stadler besudelt mit seinen Tiraden nicht nur die NS-Opfer, sondern er beschmutzt die Ehre und die Reputation ganz Österreichs", kritisierte Gusenbauer, "Es ist daher vollkommen unbegreiflich, dass die Regierungspartei FPÖ derartige extremistische Ausfälle duldet und verteidigt - Österreich soll und darf keine 'Dobermann-Republik' werden!"

Stadler und Haider haben bereits durch ihre innig gepflegten Freundschaftsbeziehungen zum Völkermörder Saddam Hussein schweren Schaden für Österreich heraufbeschworen. Mit ihren den NS-Terror bagatellisierenden Geschichtsmanipulationen setzen sie diesen Beschädigungskurs ungerührt fort. Vor allem bei den Signatarmächten des Staatsvertrages lösen die Aussagen aus dem Dunstkreis einer Regierungspartei begreiflicherweise schwere Irritationen aus. "Die ÖVP kriegt nun die Rechnung dafür präsentiert, dass sie sich mit einer Partei eingelassen hat, an deren Rändern die Stadlers und Haiders unbeeindruckt ihre antiösterreichischen Aktivitäten setzen", schloss der SPÖ-Vorsitzende. (Schluss) hs

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