Kärnten gibt Vollgas bei der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen

LH Haider: "Beschäftigungspolitisch auf gutem Weg"

Klagenfurt (LPD) - Durch investive und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen sowie durch eine umfassende Betriebsansiedlungs- und Förderpolitik konnten in Kärnten im laufenden Jahr knapp 17.000 Arbeitsplätze neu geschaffen bzw. gesichert werden. Insgesamt wurden für diese Maßnahmen rund 734 Millionen Euro aufgewendet, sagte heute Landeshauptmann Jörg Haider auf Anfrage im Kärntner Landtag. Damit habe das Land - wie schon im vergangenen Jahr - neuerlich einen wesentlichen Beitrag zur Konjunktur- und Wirtschaftsbelebung, verbunden mit einer Belebung des Arbeitsmarktes, geleistet, so der Landeshauptmann.

Wie Haider weiters betonte, erreichte Kärnten Ende Juni d. J. den Höchststand an Beschäftigten seit 1945. Die Arbeitslosenquote betrug 5,3 Prozent und lag in Kärnten damit unter dem Bundesdurchschnitt von 5,7 Prozent und deutlich unter dem Wert der Bundeshauptstadt Wien von 7,8 Prozent. Ausgeglichen sei derzeit auch das Verhältnis zwischen Lehrstellenangebot und Lehrstellensuchenden. Damit sei Kärnten "beschäftigungspolitisch auf einem guten Weg", so Haider. Mit verantwortlich seien auch die gezielten Bauaufträge der öffentlichen Hand in Kärnten mit einem Plus von 36,2 Prozent im Hoch- und 66,1 Prozent im Tiefbau. Im Österreichschnitt lag die Zunahme bei öffentlichen Aufträgen für die Bauwirtschaft bei lediglich 4,7 Prozent.

Für den investiven Bereich nannte Haider Projekte aus den Bereichen Straßenbau, Schiene, Kanalbau, Schutzwasserwirtschaft, ländliches Wegenetz, Sozialbaumaßnahmen wie Pflegeheime, Behindertenheime und Frauenhäuser, Hochbauten der Landesimmobiliengesellschaft (LIG) und der Landeswohnbaugesellschaften, Maßnahmen der Orts- und Regionalentwicklung und des Naturschutzes sowie Altlastensanierungs-und Abfallwirtschaftsprojekte. Bei einem Investitionsvolumen von ca. 260 Millionen Euro wurden in diesen Bereichen rund 4200 Arbeitsplätze beschäftigungswirksam.

Haider führte weiters aus, dass im Zuge des Territorialen Beschäftigungspaktes durch Förderungen von Land, Arbeitsmarktservice und Trägervereinen mit einem Landesanteil von 57,25 Millionen Euro 6700 Arbeitsplätze geschaffen wurden.

Bei der Betriebsansiedlungs- und Unternehmensförderung verwies der Landeshauptmann auf die zahlreichen Projekte von Kärnten Technologie, Technologiepark Villach, Klagenfurter Messe, Kärntner Betriebsansiedlungs- und BeteiligungsGmbH (BABEG), Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF), Kärntner Sanierungsgesellschaft (KSG), Gründer-, Innovations- und Gewerbezentrum BesitzGmbH und der Tourismusinfrastruktur Kärnten GmbH für das laufende Jahr 2002. 120 Millionen Euro Investitionssumme bedeuten für diesen Bereich rund 6000 neue bzw. abgesicherte Arbeitsplätze.

Auch für die Zukunft sei bereits Vorsorge im Hinblick auf wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen getroffen worden, sagte Haider und nannte exemplarisch die Tourismusoffensive zur Qualitätsförderung und Strukturverbesserung mit einem Landesmittelanteil von 65 Millionen Euro und die Kärntner Gewerbeaktion für Kleinbetriebe mit 8,7 Millionen Euro Landesanteil. Vor der Umsetzung stehende Großprojekte seien das neue Verwaltungs-und Technikzentrum des Landes, das LKH Klagenfurt neu, der Umbau Hauptbahnhof Klagenfurt oder der Lakeside-Softwarepark Klagenfurt.

Das Softwarezentrum bei der Universität Klagenfurt soll mit einem Investitionsvolumen von 54,5 Millionen Euro zum bedeutendsten IT-Zentrum Österreichs werden und im Endausbau 2000 neue Arbeitsplätze bringen. Haider verwies in diesem Zusammenhang auf das aktuelle Bildungsangebot in Kärnten für Lehrlinge, Schüler und Studenten im IT-Bereich zur Abdeckung der steigenden Nachfrage im eigenen Land aufgrund des eingeleiteten und erfolgreichen Strukturwandels der Kärntner Wirtschaft.

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