Eisenbahner: ÖBB kann zusätzlich 58 Lehrlinge ausbilden

Erfolgreicher Druck der Eisenbahnergewerkschaft: Gefährdete ÖBB-Lehrwerkstätten bis 2006 vorerst gerettet

Wien (GdE/ÖGB). Jahrelange Verhandlungen, die von der Eisenbahnergewerkschaft auch auf regionaler Ebene mit entsprechendem Hochdruck vorangetrieben wurden, hatten endlich Erfolg: Die ÖBB-Lehrlingsstiftung kann ab September zusätzlich zu den 300 ÖBB-Lehrlingen 58 so genannte "Stiftungs-Lehrlinge" in den ÖBB-Lehrwerkstätten ausbilden. "Damit können die bisher gefährdeten Standorte Graz, Knittelfeld und Attnang-Puchheim zumindest bis 2006 gesichert werden", stellte der Vorsitzende der Eisenbahnergewerkschaft, Wilhelm Haberzettl, Mittwoch fest. Die bei Insidern längst bekannte höchste Ausbildungsqualität der ÖBB wird damit auch von staatlichen Stellen neuerlich anerkannt. ++++

Wirtschafts- und Arbeitsminister Bartenstein hatte über zwei Jahre die Erteilung der Bewilligung zur Führung der ÖBB-Lehrlingsstiftung (einer im Berufsausbildungsgesetz vorgesehenen selbstständigen Ausbildungseinrichtung) aus vorgeblich bürokratischen Gründen verzögert. Nun wurde (das Wahljahr 2003 ist wohl auch für den aus der Steiermark stammenden Arbeitsminister eine
entsprechende Motivation) die Bewilligung für Stiftungslehrlinge in den Berufen Kraftfahrzeug-, Maschinenbau-, Elektrobetriebs- und Elektromaschinentechnik für die Dauer der Ausbildung bis Februar 2006 erteilt. Die 58 zusätzlichen ÖBB-Lehrlinge werden in den Lehrwerkstätten an den bisher gefährdeten Standorten Graz, Knittelfeld und Attnang-Puchheim, sowie in der ÖBB-Lehrwerkstätte in Wien-Liesing untergebracht. Damit werden seitens der ÖBB in diesen Standorten auch die
notwendigen Investitionen vorgenommen.

ÖGB, 10. Juli 2002 Nr. 580

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