Greenpeace und GLOBAL 2000: Protest gegen geplante Auflösung der Bundesanstalt für Bergbauernfragen

Molterer will "kritische Stimme" zum Schweigen bringen

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisationen GLOBAL 2000 und Greenpeace protestieren gegen den Plan von Umweltminister Molterer, die Bundesanstalt für Bergbauernfragen mit fünf anderen Bundesanstalten zusammen zu legen. Damit würde eine der wenigen "kritischen und innovativen Stimmen der Landwirtschaftspolitik" zum Verstummen gebracht, so die Umweltschützer. Stattdessen verlangen Greenpeace und GLOBAL 2000 von Minister Molterer, die Bundesanstalt für Bergbauernfragen zu einem europäischen Zentrum für Berggebiete auszubauen und aufzuwerten.

Die Bundesanstalt für Bergbauernfragen ist international anerkannt und forscht im Bereich Gentechnik, in der biologischen Landwirtschaft und über die Probleme und zukünftigen Möglichkeiten der Berglandwirtschaft in Österreich. Die Bundesanstalt zeichnet sich seit Jahren durch ihre kritische Haltung gegenüber dem bestehenden Landwirtschaftssystem aus.

"Mit der Auflösung kommt es faktisch zum Verstummen einer der wenigen Gentechnik kritischen und innovativen Stimmen der österreichischen Landwirtschaftspolitik. Umweltminister Molterer bestätigt sich hier wieder einmal als Bremser einer vorausschauenden und kritischen Landwirtschaftspolitik", bemängelte GLOBAL 2000-Landwirtschaftsexpertin DI Iris Strutzmann. "Wir fordern stattdessen, die Bundesanstalt zu einem europäischen Zentrum für Berggebiete auszubauen. Molterer verpasst hier eine einmalige Chance, österreichische Forschung international zu positionieren und schon vorhandene, wirkungsvolle Strukturen zu nutzen", so Strutzmann weiter.

"Die BA für Bergbauernfragen ist auch ein internationaler Vorreiter bei Konzepten zum Schutz ökologisch sensibler Zonen vor den Gefahren der Gentechnik. Die geplanten Kürzungen sind ein Schlag ins Gesicht aller Gentechnik-kritischen Menschen," erklärte Mag. Susanne Fromwald, Gentechnik-Expertin von Greenpeace. "Gefragt ist ein Mehr an Forschung und Unterstützung für die Ökologisierung der Landwirtschaft - wie durch eine Aufwertung der Bundesanstalt zu einem europäischen Zentrum für Bergbauernfragen und Ökologisch sensible Zonen."

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OTS0009 2002-07-10/08:28

100828 Jul 02

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