Dietachmayr: Weder Drogen noch Alkohol sollten von Lenkern eingenommen werden

Wien (SK) SPÖ-Abgeordneter Helmut Dietachmayr erklärte im Rahmen der Nationalratsdebatte am Dienstag zu verpflichtenden Drogentest im Straßenverkehr, dass die SPÖ "keine Fundamentalopposition" einnehme, sondern rein fachliche Bedenken in diesem Zusammenhang habe. "Es gibt unter den illegalen Drogen eine Vielzahl von Substanzen mit komplett unterschiedlichen Auswirkungen, deshalb gestaltet sich die Beurteilung dieser Frage so schwierig", meinte Dietachmayr. Außerdem sei die Ungenauigkeit der Drogentests ein weiteres Problem - die SPÖ habe aber erreicht, dass ausschließlich die relativ genauen Bluttests durchgeführt werden dürfen. Dietachmayr appellierte weiters an die Bevölkerung: "Weder Drogen noch Alkohol sollten in Verbindung mit dem Lenken eines Kraftfahrzeugs gesetzt werden." ****

Das Problem der Feststellung der Fahrtüchtigkeit von mutmaßlichen Drogenlenkern könne "nicht in linearen Zusammenhang mit Bluttests gesetzt werden", legte der SPÖ-Abgeordnete seine Bedenken offen - die Praxis werde jedoch zeigen, wie sich Bluttests bewähren. Er sei froh darüber, dass man den Vorschlag der Regierungsparteien, auch Harntests einzusetzen, abwenden konnte. Harntests könnten schließlich aufgrund der teilweise langen Abbauzeit von verschiedenen Suchtmitteln keine Auskunft über die tatsächliche Beeinträchtigung geben. Dietachmayr war darüber hinaus wichtig, festzustellen, dass diese verkehrsrechtliche Maßnahme "jedenfalls vom Suchtmittelgesetz zu trennen" sei. (Schluss) dp

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