Causa Stadler: Massive Kritik von Cap an Haider-Angriff auf Klestil

Wien (SK) Als einen "zutiefst ungustiösen Schulterschluss der Ewiggestrigen in der FPÖ" interpretiert der gf. SPÖ-Klubobmann Josef Cap die heutigen Aussagen des Kärntner Landeshauptmanns Haider zur Causa Stadler. Schließlich sei es Haider gewesen, der von der österreichischen Nation als "ideologische Missgeburt" gesprochen habe und "unzählige Male bewiesen hat, welch Geistes Kind er ist", so Cap Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Massive Kritik übt der gf. SPÖ-Klubobmann insbesondere an der heutigen Haider-Attacke gegen Bundespräsident Thomas Klestil, dem Haider mangelhafte Geschichtskenntnisse vorwarf. "Bundespräsident Klestil hat in der jetzigen Situation das einzig Richtige getan und die Aussagen von Volksanwalt Stadler zur österreichischen Zeitgeschichte kritisiert. Das Staatsoberhaupt ist gefragt, wenn es um die Verteidigung der Grundfesten unserer Republik geht. Dies nicht zuletzt deshalb, um den ohnehin schon massiven außenpolitischen Schaden, den die blau-schwarze Regierung in den vergangenen Jahren verursacht hat, nicht noch größer werden zu lassen", so Cap. ****

Für Cap bestehe die "besondere Frechheit, mit der Haider in gewohnter NLP-Manier losschlägt", vor allem darin, dass selbst äußerst maßvolle Worte wie jene von Bundespräsident Klestil als glatte Lüge dargestellt würden, "obwohl die Faktenlage ganz klar ist:
Stadler hat bewusste Geschichtsverfälschung betrieben und den Nazi-Terror mit der Besatzungszeit gleichgestellt". Niemand, der sich zum Grundkonsens der Republik Österreich bekenne, könne diese Aussagen verteidigen. Zurecht sei aus diplomatischen Kreisen der Staatsvertrags-Signatarmächte Befremden über das Fehlen einer Distanzierung der Regierung von Stadlers Aussagen geäußert worden, was offenbar auch ein Mitgrund für die Klestil-Stellungnahme war. "Bundeskanzler und Vizekanzlerin sind aufgefordert, raschest möglich zu handeln und Stadler zu einem Rücktritt zu bewegen", so die laut Cap "einzig mögliche Konsequenz aus der Causa, um weiteren außenpolitischen Schaden abzuwenden". (Schluss) wf/mp

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