Vaterschaftsstreit "Abfertigung neu": SP bestenfalls "dabeigewesen"

Schöls: Jahrhundertprojekt bringt Abfertigungs-Genuß für alle

Niederösterreich (OTS) - Nachdem bisher zwei Drittel aller Arbeitnehmer nie eine Abfertigung erhalten haben, bringe die "Abfertigung neu" jedem der rund drei Millionen Arbeitnehmer einen Anspruch, bereits nächstes Jahr würden rund eine Million Menschen direkt davon profitieren", sagte der Vorsitzende der NÖ Christgewerkschafter, Bundesrat Alfred Schöls. Diese neue Form der Abfertigung ("Rücksackmodell") werde daher mit Recht als "Jahrhundertprojekt" bezeichnet und er verstehe durchaus, daß "die Sozialdemokraten sich jetzt gerne in die Vaterschaft hinein reklamieren wollen. Aber es ist wie für schwache Sportler bei Olympia: Sie sind bestenfalls dabeigewesen." Die "Vaterschaft" von ÖAAB und ÖVP an der "Abfertigung neu" sei unwiderlegbar, betonte Schöls und untermauerte dies mit dem Hinweis darauf, daß vor nicht allzu langer Zeit die SP-dominierte GPA Vorarlberg (Privatangestelltengewerkschaft) überlegt hat, den Vorarlberger AK-Präsidenten Fink aus der GPA auszuschließen, nur weil er die "Abfertigung neu" vertreten hat.

Und auch der ÖGBhabe auf seiner Homepage noch vor kurzem mit einer Kröten-Karikatur gegen die "Abfertigung neu" polemisiert. Dies zeige laut Schöls, dass die SP-Gewerkschafter "nichts dazugelernt haben und derartig blind sind, daß sie erst jetzt erkannt haben, daß erst die neue Abfertigung vielen Frauen erstmals die Möglichkeit eröffnet, überhaupt in den Genuß einer Abfertigung zu kommen". Gleiches gelte für die Saisoniers, die zu einem beträchtlichen Teil den Tourismus tragen, und für 125.000 Lehrlinge. "Das ist nicht nur ein Gebot der Fairness, sondern verbessert die Lage der Arbeitnehmer generell", sagte Schöls. So gesehen, sei nämlich die alte Abfertigung "ungerecht" gewesen.

Mehrfaches Vorbild für viele europäische Länder

Das Faktum, daß bei der "Abfertigung neu" die Verwendung bestehender Ansprüche - die gewahrt bleiben - als betriebliche Mitarbeitervorsorge steuerfrei ist, sei "ein echter Anreiz, das Geld stehen zu lassen". Dies sei eine Regelung, die "für die meisten europäischen Länder ein Vorbild ist, " betonte Schöls, ebenso wie der Umstand, daß auch bei Selbstkündigung der Anspruch bestehen bleibt und im Rucksack mitgenommen wird. (schluss)

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