Erfolgreicher Neustart für Österreichs Fußballsport

Große Enquete in Villach mit Vizekanzlerin Riess-Passer, LH Haider sowie Sportlern und Sportfunktionären - Heimischer Nachwuchs soll gezielt forciert werden, Ja zu Transparenz und Controlling bei Förderungsmitteln

Klagenfurt (LPD) - Finanzierungsmöglichkeiten und Nachwuchsarbeit waren die Hauptthemen einer großen Veranstaltung zum Thema "Zukunft des österreichischen Fussballs" im Congress Center Villach, das einen durchaus optimistischen Ausblick gab. An der Spitze diskutierten unter der Moderation von Manfred Gabrielli die für den Sport zuständige Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer, Landeshauptmann Jörg Haider, Teamchef Hans Krankl, ÖFB-Präsident Friedrich Stickler, Hans Senekowitz, Franz Wohlfahrt, Susanne Gahleitner, Wolfgang Winheim und Hans Holdhaus mit zahlreichen Sportlern, Funktionären und Fußballbegeisterten.

Alle zeigten sich schließlich zuversichtlich,dass die Zukunft des Fußballsports wieder besser wird. Allerdings sei es nicht möglich, kurzfristig alle gewünschten Ziele zu erreichen.

Der Landeshauptmann wies darauf hin, dass viele Vereine große Finanzierungsnöte infolge ihrer Einkaufspolitik haben. Die Nachwuchsarbeit habe nicht den gebührenden Stellenwert, mittelfristig müsse es gelingen, die Reserven aus dem eigenen Land zu schöpfen. Es sollte ähnlich dem Schipool auch für den Fußballsport ein Pool geschaffen werden, wobei es für Sponsoren steuerliche Begünstigungen geben müsse. Es brauche solide finanzielle Strukturen und Transparenz, forderte Haider. Das neue Bundessportgesetz könne hier eine gute Basis abgeben.

Vizekanzlerin Riess-Passer konstatierte, dass die Wechselwirkung zwischen Breiten- und Spitzensport nicht funktioniere. Die Nachwuchsbildung sei in enger Kombination mit den Schulen zu leisten, so die Vizekanzlerin und gab bekannt, dass eines der Ballsportschul-Projekte auch in Kärnten verwirklicht werden soll. Sie verwies auch auf das Projekt Challenge 2008, wobei junge Talente für die geplante EM aufgebaut bzw. gebündelt werden. Die Vizekanzlerin sagte, der Mitteleinsatz brauche unbedingt ein begleitendes Controlling sowohl hinsichtlich der Finanzierung als auch der Effizienz. Es brauche diesbezüglich auch ein Frühwarnsysteme. In den Bundesländern sollte es zu sportlichen Schwerpunktbildungen kommen.

ÖFB-Präsident Stickler sagte, dass es eine Krise gebe, aber in der Jugendarbeit werde viel für den heimischen Nachwuchs getan. Das Kozept des österreichischen Weges werde umgesetzt und beginne, Früchte zu tragen. Idole seien wichtig, ebenso sei ein nationaler Schulterschluß für die EM wichtig. Am 12. Dezember werde über die Bewerbung entschieden werden. Stickler übergab das Bewerbungsdossier an LH Haider.

Krankl meinte, dass in der Schule viel zu wenig Fußball gespielt werde. Helmut Senekowitsch betonte ebenfalls, dass mehr in die Jugend investiert werden müsse. Teilweise mangle es an Trainingsmöglichkeiten. Franz Wohlfahrt plädierte für eine kontrollierte Finanzierung. Bezüglich des Outputs von Fußballakademien gab er sich eher skeptisch. Die großen Spieler von früher sollten gezielt in die Nachwuchsarbeit eingebunden werden. Wolfang Winheim (Kurier) ortete im Fußballgeschehen zu viele Egoismen und Einzelinteressen. Sturm-Präsident Hannes Kartnig bemerkte, dass das Problem nur das Geld sei. Da die Jugend weggeschnappt werde, würden Ausländer geholt werden. Für GAK und Sturm würde das Land Steiermark 4,8 Mio Euro an Förderung für Trainingsstätten lockermachen, anerkannte Kartnig.

Susanne Gahleitner wünschte, dass Damenfußball auch hierzulande viel mehr an Popularität gewinnen sollte. Hans Holdhaus plädierte für eine systematische und langfristige Entwicklung mit Controlling von Leistungszielen, um in zehn fünfzehn Jahren gute heimische Spieler zur Verfügung zu haben. Festgestellt wurde auch, dass der FC Kärnten vorbildhafte Jugendarbeit macht und nicht nur auf Schüler setzt, sondern auch Lehrlingen entsprechende Trainingschancen einräumt.(Schluss)

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