FK Austria und SK Rapid einig: Es geht endlich los

Wiens Violette erwarten gegen Ried Zuschauerrekord mit 10.000 Fans

Wien, (OTS) Zwei Pressegespräche am Montag nur wenige Kilometer von einander getrennt, frühmorgens im Horr-Stadion, zu Mittag im Happel-Stadion. Der hohe Favorit FK Austria-Memphis und der SK Rapid erweisen sich zumindestens sportlich solidarisch: Endlich geht die Meisterschaft los! Die Violetten spielen Dienstag gegen Ried, den Hütteldorfern steht der schwere Gang gegen Sturm in Graz am Mittwoch bevor. Welche Unterschiede zwischen diesen Mannschaften, was die Verpflichtungen betraf: Mäzen Frank Stronach kaufte im Sinne der internationalen Aufwärtsentwicklung ein ("Ich hoffe, dass die Austria auch im Europacup danach besteht"), Präsident Rudolf Edlinger geht kein Risko ein, spricht von einem 70-Millionen-Euro-Budget, schaltete auf Sparflamme - falls sich doch
noch ein Sponsor findet, der weitere Verstärkungen an Land zieht. Austria-Trainer Walter Schachner: "Man darf den GAK und Sturm um die Meisterschaft nicht vergessen". Und zum Auftaktsgegner: "Den muss man schlagen". Manager Markus Kraetschmer kündigt einen Zuschauerrekord an: "10.000 Fans ist durchaus keine Utopie". Eine Zahl übrigens, die man in der Punktekampgane im Schnitt erwartet - falls man die erwartenden Leistungen erbringt. Viele Kooperationen ging die Wiener Austria ein. Sportdirektor Peter Svetits bringt die Einkausphilosophie auf einen Punkt: "Die Austria hat noch nie zuvor sowenig Geld für Spielereinkäufe ausgegeben wie diesmal". Immerhin muss der großartige 28-Mann-Kader, wo aber 16 Österreicher Aufnahme fanden, finanziell abgefertigt werden. Svetits: "Kein
Verein hat soviele junge Österreicher wie die Austria in ihren Reihen".

Mit dem "Kurier" und Radio Wien ist man bei der Austria eine Sponsorkooperation eingegangen. Trainer Walter Schachner blieb gelassen ruhig, gab bereits sein Team bekannt. "Vergessen soll man nicht den GAK, der einen größeren Kader hat, als wir, und Sturm". Seine Aufstellung gegen Ried hat er "im Bauch entschieden":
Jedenfalls mit Thomas Mandl im Tor, der gegenüber Marc Ziegler
den Vortritt erhielt.

Dazu "Schocko" Schachner, eine Institution der österreichischen Spitzenklasse: "Ein Legionär muss einfach besser sein, als ein Einheimischer. Das habe ich als Aktiver in Italien miterlebt".
Bei Rapid tritt man zwar eine Spur leiser, doch Präsident Rudolf Edlinger sagt es so: "Ein UEFA-Cup-Platz ist unser Ziel, doch wir begeben uns nicht in ein finanzielles Risiko". Mit dem Privatsender "88,6" hat man einen weiteren potenten Sponsor dazugewonnen. Edlinger wortgemäss: "Wir wollen aus der Not eine Tugend machen. Das sollten auch alle andere Klubs bedenken".

Gegen Sturm-Graz am Mittwoch ist man zwar Außenseiter, doch Rapid-Trainer Josef Hickersberger wittert nach dem Debakel in der Schweiz wieder Höhenluft: "Wenn man auch das 6:0 gegen den Wiener Sportklub am Freitag nicht überbewerten sollte, aber die gute Stimmung ist zurückgekehrt". Natürlich sind die Grazer ein anderes "Kaliber", der "Trainer Osim ein alter Fuchs, aber wenn wir eine Einheit sind", so der Trainer, "dann ist ein attraktives Resultat möglich". Im August warten bei Freundschaftsspiele wie St. Pauli, Hertha BSC und Arsenal - auch so will man die Klubkassa etwas aufmöblieren. Kapitän Andy Herzog: "Ich bin froh, dass die Vorbereitung vorbei ist. Ich habe dennoch ein gutes Gefühl für diese Saison". (Schluss) hof

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