Causa Stadler: Für Kuntzl "unfassbar", dass Riess-Passer keinen Handlungsbedarf erkennt

Wien (SK) Für SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl ist es "unfassbar", dass FPÖ-Chefin Riess-Passer in der Causa Stadler keinen Handlungsbedarf sieht und die "Verschärfung der Situation" durch die laufenden Stadler-Aussagen zu einer "Klarstellung" uminterpretiert. Indem sich Riess-Passer heute noch demonstrativ hinter Stadler stelle, habe sie sich als Vizekanzlerin endgültig disqualifiziert und einmal mehr ihre "Generalohnmacht" dokumentiert. "De facto-Obmann Haider hat am Samstag den Schutzmantel über Stadler ausgebreitet, nach tagelangem Schweigen macht es ihm Riess-Passer nun gleich", so Kuntzl am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Völlig offen ist für Kuntzl, worin Riess-Passer in den Stadler-Aussagen - er halte eine Bewertung, welches Regime schlimmer war, die Nazis oder die Alliierten "für unanständig" - eine Klarstellung erkennt. ****

Für Kanzler Schüssel zeige sich einmal mehr, wohin es führt, wenn man einen Pakt mit Rechtspopulisten eingeht. "Die Verantwortung liegt nun beim Bundeskanzler", erklärte Kuntzl, "wenn Kanzler Schüssel nicht einmal nach den eindringlichen Appellen seitens hochrangiger Botschaftsvertreter sein Schweigekanzler-Dasein unterbricht, hat er seinen Führungsanspruch somit freiwillig aufgegeben". (Schluss) se

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