Wettbewerbsnachteil für Bahn!

GLB warnt vor "Öko-Schwindel"

Wien - OTS - "Nicht überall, wo Öko draufsteht ist auch wirklich Öko drin!" merkt der Vorsitzende des Gewerkschaftlichen Linksblock in der Gewerkschaft der Eisenbahner, Theo Schneider, an. Schneider bezieht sich dabei auf die so genannte "Ökostrom-Regelung", die den ÖBB eine rund 17-prozentige Abgabenerhöhung bescheren wird.

"Wenn man in Rechnung stellt, dass die Bahn die einzig realistische ökologische Alternative zur Straße darstellt, dann mutet es schon seltsam an, wenn ausgerechnet auf Basis einer vorgeblichen Öko-Regelung den ÖBB der Wettbewerb erschwert wird. Die Bahn fährt nun einmal mit Strom, der aus sauberer Wasserkraft gewonnen wird", meint Schneider und merkt an, dass eine Ausweitung der Verkehrsleistungen der Bahn, vor allem auf dem Gütertransportsektor, bei gleichzeitigem Energiesparkurs die sprichwörtliche Quadratur des Kreise darstellen würde. Auch dürften bei derzeitigem Stand der Technik die Einsparpotentiale nicht überschätzt werden.

Der Gewerkschaftliche Linksblock kritisiert generell die Kurzsichtigkeit der Politik in Fragen der Ökologie. Bei Lenkungsmaßnahmen, die insgesamt zu ökologischen Effekten führen sollen, könne man nicht am Energieverbrauchskriterium allein ansetzen. Was notwendig wäre, sei eine umfassende Ökologiebilanz von großen Unternehmen wie den ÖBB. Neben dem Verbrauch an Energie sei die Form der Energie und nicht zuletzt die Auswirkung der Tätigkeit eines Unternehmens auf das gesamte Ökosystem zu erfassen. "Würde man so an die Sache herangehen, dann müsste die Bahn sogar noch entlastet werden. Im gegenständlichen Fall aber stellt die erhöhte Abgabe eine Strafe für ein sauber arbeitendes Unternehmen dar!" meint Theo Schneider und verlangt eine Ausnahmeregelung für die ÖBB sowie ein Umdenken in Richtung ganzheitliche Sicht von Ökonomie und Ökologie. Vor allem gehe es darum, die Tätigkeit der Bahn auszuweiten und zu fördern, anstatt sie in Wettbewerbsnachteil zu bringen.

"Es ist politischer Ettikettenschwindel, wenn unter dem Titel der Ökologisierung Steuern und Abgaben erhöht werden, ohne die tatsächlichen Auswirkungen zu rechnen!" wirft Schneider der Politik vor.

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081206 Jul 02

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