Mehr Abstand - weniger Unfälle!

Ständig berichten die Medien über schwere Verkehrsunfälle mit Verletzten und Todesopfern. Grund dafür ist oft zu geringer Abstand. KfV mahnt daher erneut: Eine klare Abstandsregelung ist notwendiger denn je!

Wien (OTS) - Jeden Tag wenn man die Zeitung aufschlägt, bekommt
das Frühstück einen bitteren Nachgeschmack. Ein großer Teil der traurigen Ereignisse spielt sich auf Österreichs Straßen ab:
Verkehrsunfälle mit Todesfolge, Verletzte, oft unschuldige Verkehrsteilnehmer. In vielen Fällen ist das Nichteinhalten des notwendigen Sicherheitsabstandes die Unfallursache. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) weist daher abermals auf die Notwendigkeit hin, den Sicherheitsabstand gesetzlich zu regeln.

Jeder fünfte Unfall mit Personenschaden auf Österreichs Straßen ist ein Auffahrunfall. Auf den Autobahnen passiert jeder zweite Unfall auf diese Weise. Laut Unfallstatistik 2001 hatten Auffahrunfälle insgesamt 13.055 Verletzte und 48 Getötete zur Folge, das sind durchschnittlich 36 Verletzte oder Getötete an jedem einzelnen Tag.

Auch Verkehrsminister Mathias Reichhold tritt für eine klare Abstandsregelung ein. Ein entsprechender Entwurf wurde bereits zur Begutachtung ausgesandt. Die von KfV und Verkehrsminister geforderte Regelung sieht einen Mindestabstand bei Fahrgeschwindigkeiten von mehr als 50 km/h von mindestens 1 Sekunde und bei Fahrgeschwindigkeiten von mehr als 100 km/h von mindesten 1,5 Sekunden vor.

"Viele Menschen unterschätzen ihr gefährliches Verhalten auf der Straße und riskieren dabei nicht nur ihr eigenes Leben, sondern vor allem das vieler anderer unschuldiger Verkehrsteilnehmer", kritisiert Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), die mangelnde Abstandsmoral der Österreicher.

Die Unfallbilanz der Vorwoche: 22 Todesopfer in der vergangenen Woche, davon 13 zum verlängerten Wochenende (Christi Himmelfahrt)

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 11 Pkw-Insassen (davon 7 Lenker), 3 Motorrad-Lenker, 2 Bus-Insassen, 2 Radfahrer und 4 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten nichtangepasste Fahrgeschwindigkeit (10), Überholen (2), Fehlverhalten Fußgänger (2), Vorrangverletzung (1), Unachtsamkeit (1) und Übermüdung (1) festgestellt werden. Bei einem Verkehrsunfall konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. 2 Fußgänger und 2 Radfahrer kamen durch Fremdverschulden ums Leben. Alkoholisierung war bei einem Verkehrsunfall Mitursache. 7 der 18 Verkehrsunfälle waren sogenannte Alleinunfälle. 7 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet. 2 Fahrzeuglenker beging Fahrerflucht.
Vom 1. Jänner bis zum 7. Juli dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 418 Verkehrstote (30-Tages-Fristabgrenzung berücksichtigt bis Ende Mai), im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 448 Menschen tödlich.

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081147 Jul 02

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