GPA-Jugend: Regierung steht steigender Jugendarbeitslosigkeit tatenlos gegenüber

E-Mail-Protestaktion gegenüber Ministern Gehrer und Bartenstein

Wien (GPA). Die GPA-Jugend wirft der Bundesregierung im Hinblick auf den stetigen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit völlige Tatenlosigkeit und ein bewusstes Herunterspielen der evidenten Problematik vor. Mit einer an Bildungsministerin Elisabeth Gehrer und Wirtschaftsminister Martin Bartenstein gerichteten E-Mail-Protestaktion wird die sofortige Einberufung eines Jugendbeschäftigungsgipfels unter Einbeziehung der Sozialpartner, die Verlängerung des Jugendausbildungssicherungsgesetzes mit der sofortigen Wiedereinführung der Stiftungen und weiters die Einführung eines Lastenausgleichs gefordert, um den Jugendlichen eine qualifizierte Berufsausbildung in Zukunft garantieren zu können. Das Protestmail kann über die GPA-Homepage www.gpa.at verschickt werden.++++

Mit den von Regierungsseite zugesagten 1,45 Millionen Euro für kurzfristige Maßnahmen könne nicht einmal annähernd auf die dramatische Situation am Lehrstellenmarkt reagiert werden, so die Einschätzung der GPA-Jugend. "Angesichts veranschlagter zwei Milliarden Euro für neue Abfangjäger könne diese Politik nur als Hohn und Verantwortungslosigkeit gegenüber der beruflichen Zukunft der Jugendlichen gewertet werden”, so die Bundesjugendsekretärin Anita Stavik.

Eine Explosion der Zahl der Lehrstellensuchenden sei außerdem durch den herrschenden Platzmangel an den berufsbildenen Schulen absehbar: Für 8000 vorhandene Schulplätze an Wiener HAK, HTL und Fachschulen liegen laut Arbeiterkammer rund 12.000 Anmeldungen vor. Weiters werden durch das nunmehr schlagend gewordene Repitierverbot, wonach ein Jahrgang mit vier oder mehr "Nicht Genügend" nicht wiederholt werden darf, zusätzlich 2000 bis 4000 SchulabrecherInnen auf den Lehrstellenmarkt drängen.

Anita Stavik abschließend: "Ich sehe in den bisherigen Versprechungen der Minister Gehrer und Bartenstein angesichts dieser beängstigenden Situationen bloße Lippenbekenntnisse bestätigt und fordere die Regierungsverantwortlichen auf, rasch gemeinsam mit den Sozialpartnern zukunftsgerichtete Lösungen in Angriff zu nehmen.”

ÖGB, 8. Juli 2002 Nr. 576

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