Grasser bei ASEM Gipfel in Kopenhagen

Globale Wirtschaftslage, regionale Zusammenarbeit sowie Geldwäsche und Terrorbekämpfung auf der Tagesordnung des vierten Treffens der asiatisch europäischen Finanzminister

Kopenhagen (OTS) - Finanzminister Karl-Heinz Grasser nahm am 5.
und 6. Juli am 4. Treffen der Finanzminister von 10 asiatischen und der 15 EU Länder teil. Finanzminister Grasser ist die Teilnahme an diesem Dialog ein besonderes Anliegen, da er damit die in den letzten beiden Jahren intensivierten Kontakte zu den größten und am stärksten wachsenden Märkten der Welt weiter pflegen kann.

Die wichtigsten Punkte der Beratungen betrafen einen Meinungsaustausch zur Weltwirtschaftslage, sowie zu den Entwicklungen in Europa und Asien, zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorfinanzierung, zum Internationalen Finanzsystem und seiner Effektivierung, sowie zu Fragen der Regionalen Wirtschafts- und Währungskooperation.

Zur Wirtschaftslage diskutierten die Finanzminister die Perspektiven des globalen Aufschwungs und die konkreten Politikherausforderungen in den ASEM Regionen. Dabei wurde nach allgemeiner Auffassung festgehalten, dass die globale Wirtschaftserholung rascher als erwartet eingetreten ist, die Robustheit des Aufschwungs aber noch nicht mit letzter Sicherheit einzuschätzen ist.

Die ASEM Finanzminister bekräftigten ausserdem ihre politische Unterstützung für die FATF Empfehlungen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorfinanzierung.

Österreich wurde eingeladen, als erster Sprecher die Diskussion über die Wirtschaftspolitik in der WWU einzuleiten. Dazu Grasser:
"Gehen wir 10 Jahre zurück, niemand hätte uns die heutigen Erfolge zugetraut. Denken wir an die Währungsunion, den Stabilitäts- und Wachstumspakt, an die Liberalisierungsschritte in den Telekom- und Energiemärkten." Dennoch forderte Grasser verstärkt Strukturreformen ein: "da ansonsten weder das in Lissabon vereinbarte Ziel, Europa zum dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt zu machen, noch die Erweiterung der EU erfolgreich bewältigt werden können."

Abschliessend betonte der Finanzminister die grosse Bedeutung der EU Erweiterung, nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht, sondern auch als: " Friedensprojekt", so Grasser und hob Österreichs zentrale Rolle beim Erweiterungsprozess hervor.

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061033 Jul 02

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