Carinthischer Sommer: Traditionelles Festspiel mit starker Förderung der Jugend

Bundespräsident und Landeshauptmann eröffneten 33. Carinthischen Sommer in Ossiach - Kärnten war und ist Kraftzentrum schöpferischer Begegnung

Klagenfurt (LPD)- Heute abend wurde der 33. Carinthische Sommer (CS)in Stift Ossiach feierlich eröffnet. Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider bezeichnete den CS als ein Festival mit internationalen Akzenten, das aber seine Bodenhaftung nie verloren habe. Der Landeshauptmann hob insbesondere die gute Jugendarbeit im Rahmen des CS hervor. Der CS setze einen Schwerpunkt auf die Jugend und seit Bestehen des CS erfülle dieser, angesiedelt im Schnittpunkt dreier Kulturen, damit seinen Auftrag, Identität und Sinn zu stiften. Kärnten sei schon immer ein Kraftzentrum schöpferischer Begegnung gewesen, unterstrich Haider.

Europa solle bunt und vielfältig sein und seine Kraft aus Bodenständigem schöpfen. Das alles vereine der CS, er sei international, vergesse seine Wurzeln nicht und habe bedeutende Leistungen in der künstlerischen Jugendarbeit hervorgebracht, führte der Landeshauptmann weiter aus. Er dankte allen Verantwortlichen mit CS-Intendantin Gerda Fröhlich an der Spitze für ihr großes Engagement.Haider verwies weiters auf den bunten Kärntner Kultursommer mit seinem vielfältigen Programm im ganzen Bundesland, wobei Internationalität ebenso wie Heimatliches
aufeinandertreffen.

Bundespräsident Thomas Klestil hob Kärnten als Land der Literatur und Musik hervor und ging auf das Verhältnis von alter und zeitgenössischer Kunst bzw. Musik näher ein. Kunst lasse sich nicht einfach konsumieren, so Klestil. "...Kunst passt in keinen Einkaufswagen und ist auch keine Einwegflasche. Damit aber entziehen sich die Kunstwerke bereits der Wahrnehmung durch eine breitere Öffentlichkeit. Und noch etwas: Kunst kann wahrgenommen, aber nicht erlebt werden. Ein namhafter Philosoph schrieb einmal, dass das Erleben das Ende der Kunst wäre. Genau dies tritt aber heute immer mehr an die Stelle der Kunst..."

Kunst-Staatssekretär Franz Morak betonte, dass im Vorfeld der EU-Erweiterung die kulturellen Beziehungen zu den Beitrittskandidatenländern und Ländern des südosteuropäischen Raumes zu intensivieren seien. Die Kooperationen auf kulturellem Gebiet seien zu forcieren. Denn Kultur sei der Politik schon immer um einiges voraus gewesen, gerade der CS als ein Festival im Schnittpunkt dreier Kulturen zeige dies und lebe diesen grenzüberschreitenden Gedanken eindrucksvoll vor. (Schluss)

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OTS0220 2002-07-05/20:05

052005 Jul 02

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