VP-Gerstl zu Viennabike: Zweiter Fehlstart vorprogrammiert

"Gratis-Leihverträge" nicht praktikabel

Wien, 05.07.2002 Wenig überzeugt von der neuen, "besseren" Konzeption für die Wiener Gratisfahrräder zeigt sich der Verkehrssprecher der ÖVP Wien, Gemeinderat Mag. Wolfgang Gerstl. "Wie darf man sich denn einen Gratis-Leihvertrag im Zusammenhang mit den Viennabikes überhaupt vorstellen? Stehen an den hunderten Viennabike-Standorten Mitarbeiter, die die Personalien der Entleiher aufnehmen und sich anschließend einen Leihvertrag unterschreiben lassen?" Diese Art eines Entleihsystems sei nicht praktikabel, undurchführbar und in keiner Weise durchdacht. ****

"Ich fordere die Verantwortlichen rund um Viennabike nochmals auf, sich z.B. Salzburg als Vorbild zu nehmen. Das dortige Entleihsystem mittels Bankomatkarte funktioniert", so Gerstl. Auch die Einbindung von SP-Integrationsstadträtin Brauner ist für Gerstl nicht schlüssig. "Viele Köche verderben den Brei - Schicker und Chorherr haben bereits das erste Konzept in den Sand gesetzt. Durch die ‚Kindesweglegung' des rotgrünen Projektes in Richtung Integrationsstadträtin wird die Zuordnung eines möglichen zweiten Misserfolgs nicht leichter", so Gerstl weiter. Dennoch könne auch diese Verschleierung von Verantwortung nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich bei diesem Projekt, laut allen Beteiligten, um ein Rotgrünes handelt. "Das Gratisfahrrad sollte aber allen Wienerinnen und Wienern zur Verfügung stehen, nicht nur den Rot- oder Grünwählern", so der VP-Verkehrssprecher.

"Nicht die Wiener sind mit dem Gratisbike ‚überfordert', sondern der Verein Viennabike und Stadtrat Schicker", so Gerstl zu den Aussagen von Viennabike-Sprecher Kuhn. "Ich wünsche allen Wienerinnen und Wienern, dass diese an und für sich positive Initiative bald Realität wird. Die neue Konzeption läßt aber eher vermuten, dass es zu einem zweiten Fehlstart kommt", so Gerstl abschließend. (Schluss)

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