Leitl: "Österreich nach den USA für Bayern wichtigstes Lieferland"

WKÖ-Präsident trifft namhafte Repräsentanten der bayrischen Wirtschaft in München

Wien (PWK506) - "Ungeachtet der deutlichen Verlangsamung auch der bayerischen Wirtschaft, ergab sich im Vorjahr ein neuerlicher Zuwachs der österreichischen Lieferungen in den Freistaat", stellte WKÖ-Präsident Leitl anlässlich des traditionellen Sommerfestes der AH-Stelle München, einem "Who is Who" der bayrischen Wirtschaft mit 400 namhaften Wirtschaftsvertretern, das Leitl "eine herzliche Begegnung unter guten Nachbarn" bezeichnet, zufrieden fest. Leitl:
"Österreichische Exporte nach Bayern erzielten im Vorjahr ein Plus von 2,8 Prozent, womit Österreichs Position als zweitwichtigstes Lieferland nach den USA und vor Italien noch mehr gefestigt werden konnte." Neue Perspektiven für unsere Wirtschaftsbeziehungen gerade mit Bayern und Baden-Württemberg werden sich im Zusammenhang mit dem Ankauf der Eurofighter ergeben, da ein beträchtlicher Anteil der Offset-Verpflichtungen mit Firmen aus diesem Raum abgewickelt werden, ist Leitl überzeugt.

Österreichische Lieferungen nach Bayern erhöhten sich in den letzten 5 Jahren um rund 50 %. Mit einem Anteil von 36 % an den Gesamteinfuhren in Deutschland ist Bayern unangefochten der weltweit bedeutendste Absatzmarkt für Produkte aus Österreich. Allerdings hat Österreich auch für Bayern einen beträchtlichen Stellenwert als Absatzmarkt. Im Vorjahr nahmen die Lieferungen nach Österreich auch um 2,8 % zu. Rund 1/5 aller deutschen Ausfuhren nach Österreich stammen aus Bayern. Vor dem Hintergrund des traditionell hohen Handelsbilanzdefizits mit Deutschland ist die für Österreich aktive Handelsbilanz mit Bayern sehr erfreulich. Würde man die statistisch nicht erfassbare Dienstleistungsbilanz berücksichtigen können, würde sich das Bild noch deutlich positiver darstellen.

Analysiert man die österreichischen Lieferungen etwas genauer, wird auch im Vorjahr die Dominanz automotiver Produkte deutlich. Rund 35 % der österreichischen Lieferungen sind dem Sektor "Kraftfahrzeuge" zuzurechnen. Dabei sind Vormaterialien für den Fahrzeugbau wie Stähle, Bleche, Aluminiumlegierungen, Kunststoffe oder Leder nicht berücksichtigt. Würde man diese Umsätze der Automobilindustrie zurechnen, ergäbe sich ein Anteil von deutlich über 40 %. Dabei muss natürlich der wesentliche Anteil des BMW-Motorenwerkes in Steyr erwähnt werden. Die an die bayerischen BMW-Werke gelieferten Motoren repräsentieren etwa 1/5 der gesamten österreichischen Ausfuhren nach Bayern. Ein zweites wichtiges Standbein der österreichischen Ausfuhren stellt der Bereich elektrotechnischer Erzeugnisse dar und die drittwichtigste Warenkategorie sind Maschinen. (pt)

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