Es geht um viel - es geht um unser Gesundheitssystem

Linz (OTS) - Das österreichische Gesundheitssystem gehört zu den Besten der Welt! Durch Aktionen wie die geplanten Zwangsdarlehen an den Ausgleichsfonds der Krankenversicherungsträger wird dieses Spitzensystem aber zunehmend gefährdet.

Es besteht überhaupt keine Notwendigkeit, die Ausgleichsfonds-Regelung - gegen den Widerstand weiter Teile dieses Staates - überstürzt noch vor dem Sommer zu beschließen. Stattdessen sollte auf Basis der zahlreichen vorliegenden Vorschläge ein umfassendes Konzept ausgearbeitet werden, das zu einer nachhaltigen Sanierung führt und nicht nur aus Geldverschieberei besteht, die letztlich alle Krankenversicherungsträger ins Minus treibt.

Es geht aber nicht nur um Sanierung. Damit wir uns an der Weltspitze halten können, müssen wir unser System ständig weiterentwickeln. Wir brauchen aktive, nach vorne blickende Konzepte, die uns fit machen für die Herausforderungen, die vor uns liegen. Wenn man ständig nur Löcher stopft, hat man am Ende ein Flickwerk und kein modernes System, wie die Versicherten es brauchen.

Grundsätze für ein modernes Gesundheitswesen:

- Bedarfsgerechte, dezentrale Strukturen, die es ermöglichen, die nötigen Leistungen vor Ort zu bieten und auf Veränderungen im Krankheitsspektrum und in der Bevölkerungsstruktur angemessen zu reagieren.

- Umfassende Absicherung gegen gesundheitliche Risken, bedarfsgerechte Erweiterung des Leistungskataloges - nicht nur Grundversorgung

- Solidarische Finanzierung zwischen Gesunden und Kranken, Besser-und Schlechterverdienern

- Strukturen, die Kundenorientierung, Flexibilität und Effizienz ermöglichen und fördern. Zentrale Verwaltungs-Moloche können dies nicht leisten.

Nicht das Angleichen der Krankenversicherungsträger auf ein insgesamt niedriges oder mittelmäßiges Nivau darf das Ziel sein. Vielmehr geht es - ganz im Sinne eines Benchmarking - darum, die jeweiligen Stärken und Schwächen einander gegenüber zu stellen und vom Besseren zu lernen.

Wenn allerdings - wie es jetzt geplant ist - mit Zwangsdarlehen ausnivelliert wird ohne dahinter stehende Veränderungs- und Maßnahmenkonzepte, dann ist das grober gesundheitspolitischer und ökonomischer Unsinn!

Rückfragen & Kontakt:

***OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER
VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS0142 2002-07-05/12:27

051227 Jul 02

OÖ Gebietskrankenkasse
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (0732) 7807 - 2610

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS