Waneck: Einfrieren von Nabelschnurblut – notwendig oder überflüssig?

Broschüre des BMSG informiert werdende Mütter

Wien, (BMSG/STS) - Die Möglichkeit, Stammzellen aus dem Nabelschnurblut eines Neugeborenen für den späteren Eigengebrauch einfrieren und lagern zu lassen, hat in Österreich für großes mediales Aufsehen gesorgt. "Der tatsächliche Vorteil dieser Maßnahme ist bisher wissenschaftlich nicht erwiesen", sagte heute FP-Gesundheitsstaatssekretär Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck anlässlich der Präsentation der Broschüre "Einfrieren von Nabelschnurblut – notwendig oder überflüssig?" *****

Die anhaltende Diskussionen, seien mitunter von erheblichen Wissensdefiziten gekennzeichnet, so Waneck. Das BMSG hat daher die Arbeitsgruppe für Blut- und Stammzelltransplantation in der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie und die Österreichische Gesellschaft für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin beauftragt, die nun vorliegende Broschüre zu verfassen, die Information auf dem aktuellsten medizinischen Wissensstand verbreiten soll.

Vor allem sollen damit die werdenden Mütter (und Väter) gut und unabhängig von kommerziellen Interessen informiert werden – schließlich sind sie es, die in erster Linie zu entscheiden haben, ob nach der Geburt ihres Kindes Plazenta-Restblut aus der Nabelschnur entnommen werden soll und zu welchem Zweck, sagte Waneck. "Um möglichst viele werdende Mütter in ganz Österreich zu erreichen, hoffen wir auf die aktive Mithilfe der Gynäkologinnen und Gynäkologen, der Kinderärztinnen und -ärzte im niedergelassenen und im stationären Bereich sowie der Hämato-OnkologInnen und Transfusionsmediziner in den entsprechenden Einrichtungen", so Waneck.

Gleiches gelte natürlich für die Hebammen und das Pflegepersonal. Sie alle werden in einem Erstversand von Ansichtsexemplaren mit der Broschüre vertraut gemacht und zur Bestellung von Kontingenten für ihre Praxen und Abteilungen eingeladen. Im Zuge dieser Aussendung wird die Broschüre auch diversen anderen Einrichtungen und Personen im Gesundheits- und Sozialwesen vorgestellt.
Die erste Druckauflage beträgt 40.000 Stück – das entspricht dem geschätzten Bedarf für ein halbes Jahr –, außerdem ist die Broschüre unter

http://www.gesundheit.bmsg.gv.at

im Internet verfügbar, wo sie auch durch eine Liste mit verschiedenen firmenunabhängigen Einrichtungen (medizinische Fachgesellschaften, hämato-onkologischen Abteilungen, transfusionsmedizinischen Zentralen etc.) ergänzt wird, berichtete der Staatssekretär.

"Die Expertinnen und Experten dieser Einrichtungen können die komplexen Fragen zum Thema Plazenta-Restblut aus der Nabelschnur nicht nur kompetent, sondern vor allem auch unabhängig von kommerziellen Interessen beantworten", schloss Waneck. (Schluss) mg bxf

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