Facts & Trends

Entwicklungen auf dem oö. Arbeitsmarkt

Linz (OTS) - Niedrigste Arbeitslosigkeit in einem angespannten Arbeitsmarkt

Die europaweit angespannte Arbeitsmarktlage hat Oberösterreich nicht unberührt gelassen. Seit Juli 2001 liegt der Bestand an Arbeitslosen über dem Niveau des vorausgegangenen Jahres. Die Zu- und Abgänge unterscheiden sich derzeit kaum vom Vorjahr. Die überproportionalen Zugänge zum Jahresende 2001 waren durch gesteigerte Abgänge bisher nicht wettzumachen.

Die Zahl der im ersten Halbjahr 2002 akquirierten offenen Stellen (25.305) ist im Vergleich zum ersten Halbjahr 2001 um 2300 zurückgegangen. Die deutlichsten Auftragsrückgänge verzeichnete das AMS OÖ in den Bereichen Metall/Elektro, Technik sowie Bau und Holz. Durch offensive Akquisition haben die Geschäftsstellen des AMS OÖ im Juni jedoch eine Aufholjagd gestartet und ein Plus gegenüber dem Vorjahr erzielt.

Im Vergleich zu anderen Regionen konnte Oberösterreich seine Spitzenposition halten, seine Arbeitslosenquote ist seit Mai die niedrigste in Österreich (aktuell: 3,7 %). Aus heutiger Sicht kann es gelingen, dass Oberösterreich auch im Jahresdurchschnitt die bundesweit niedrigste Arbeitslosenrate (geschätzte 4,8 %) erringt, sehr knapp gefolgt von Salzburg.

Jugendausbildung gesichert

Zwischen November 2001 und Mai 2002 haben die Geschäftsstellen des AMS OÖ 4419 offene Lehrstellen akquiriert. Verglichen mit dem gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor bedeutet dies einen Rückgang um 1129 Lehrstellen. Da die Zahl der Lehrstellensuchenden ebenfalls rückläufig ist, rechnet das AMS OÖ mit einer ähnlichen Situation wie vor einem Jahr. Im September 2002 werden den rund 1200 Lehrstellensuchenden 650 offene Lehrstellen zur Verfügung stehen. Um die voraussichtliche Lücke von 550 Ausbildungsangeboten auf dem Lehrstellenmarkt zu schließen, hat das AMS OÖ gemeinsam mit dem Land Oberösterreich ein ausreichendes Maßnahmenpaket aus Aktivierung, Förderung und Ausbildung für erfolglos lehrstellensuchende Jugendliche vorbereitet.

Frauen sorgen für Beschäftigung

Im Bereich der unternehmensbezogenen Dienstleistungen, im Handel, in sozialen Diensten und im Tourismus steigt die Beschäftigung, im Produktionsbereich stagniert oder sinkt sie. Dieser Strukturwandel drückt die Männer- und hebt die Frauenbeschäftigung. Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten wird in Oberösterreich heuer voraussichtlich um 3500 im Jahresdurchschnitt ansteigen. Dieser Anstieg wird von der Frauenbeschäftigung getragen, die Zahl der beschäftigten Männer sinkt.

Obrovski: "Akquisition, Jugendausbildung, betriebsnahe berufliche Weiterbildung"

"Die arbeitsmarktpolitische Ausgangssituation in Oberösterreich ist ambivalent", resümiert Landesgeschäftsführer Roman Obrovski. "Die Freude über die relativ niedrige Arbeitslosenquote wird getrübt durch eine längere Vormerkdauer der Arbeitslosen, durch leicht sinkende Männerbeschäftigung und durch knappe Mittel zur arbeitsmarktpolitischen Gegensteuerung. Wir konzentrieren uns daher auf die konsequente Ausschöpfung des Stellenangebotes, auf die Sicherstellung der Jugendausbildung und auf eine kostenbewusste, betriebsnahe berufliche Weiterbildung für Arbeitslose und Beschäftigte in enger Kooperation mit dem Land Oberösterreich."

Kooperative Arbeitsmarktpolitik

Das arbeitsmarktpolitische Engagement des Landes Oberösterreich hat dem AMS OÖ bisher ermöglicht, sein Förderniveau auch bei schrumpfenden AMS-Mitteln zu halten. AMS und Land OÖ haben begonnen, das gemeinsame Beschäftigungsprogramm 2003 vorzubereiten und es auf die neuen Problemlagen hin zu justieren.

Rückfragen & Kontakt:

***OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER
VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS0106 2002-07-05/11:32

051132 Jul 02

Arbeitsmarktservice OÖ
Mag. Sigrid Prentner
Mag. Christine Dürrer-Roittner
Tel.: 0732/6963/317 bzw. 313
Sigrid.Prentner@400.ams.or.at bzw
Christine.Duerrer-Roittner@400.ams.or.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AMO/OTS