Kuntzl zu Stadler: Schüssel ist dringend gefordert

Stadler als Volksanwalt nicht mehr tragbar

Wien (SK) "Der Ball liegt beim Bundeskanzler." SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl richtete am Freitag den dringenden Appell an Kanzler Schüssel, sich in die "Causa Stadler" einzuschalten. "Die stille Duldung der skandalösen Geschichtsumdeutung Stadlers durch die Regierungspartei FPÖ und das Fehlen jeglichen Unrechtsbewusstsein bei Stadler darf der Regierungschef nicht mehr länger unkommentiert lassen", erklärte Kuntzl gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Hier ist Gelassenheit nicht angebracht", so die Bundesgeschäftsführerin weiter, "hier geht es um Respekt vor den Opfern des Nationalsozialismus, die den Terror der NS-Diktatur erleiden oder ihr Leben lassen mussten, darunter auch viele Christlich-Soziale." Es liege in der Verantwortung Schüssels, für einen Rücktritt Stadlers zu sorgen. ****

Jemand, der die Alliierten mit dem Naziregime gleichsetzt und
die Befreiung und Wiedererrichtung der Republik Österreich im Jahre 1945 als "angebliche Befreiung" bezeichnet - "und diese krause Interpretation der Geschichte auf Nachfrage auch noch bestätigt" -sei als Volksanwalt fehl am Platz.

"Es ist beschämend, leider aber nicht sehr überraschend, dass sich Riess-Passer nicht durchringen konnte, Stadler den Rücktritt nahezulegen und klare Worte der Distanzierung zu finden", so Kuntzl. "Umso dringender ist nun ein klares Wort Schüssels gefordert, der sich die FPÖ in die Regierung geholt hat und deshalb auch die Verantwortung wahrnehmen muss", bekräftigte die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin abschließend. (Schluss) se

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